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Guantanamo - Amnesty appelliert an Biden-Regierung

Schließung gefordert

Von 
dpa
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Ein Häftling wird 2002 in Guantanamo zum Verhör gebracht.

Washington. 20 Jahre nach Eröffnung des US-Gefangenenlagers Guantanamo fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International US-Präsident Joe Biden zur Schließung der umstrittenen Einrichtung auf. „Das Lager stellt ein Synonym für Willkür, Ungerechtigkeit und Folter dar“, sagte der USA-Experte von Amnesty in Deutschland, Sumit Bhattacharyya, der Deutschen Presse-Agentur in Washington. „Das Lager selber muss geschlossen werden und Menschen, die an Folter oder an anderen illegalen Aktionen beteiligt waren, müssen vor Gericht gestellt werden.“ Zum 20. Jahrestag des Lagers hat Amnesty Aktionen in mehreren Ländern geplant. In Deutschland kam es am Wochenende nach Amnesty-Angaben in Berlin, Bremen, Leipzig, Dresden, Chemnitz und Halle zu Protesten.

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Die ersten Gefangenen waren am 11. Januar 2002 in das Camp auf Kuba gebracht worden, das im US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay liegt. Amnesty wirft den USA vor, dort „kontinuierlich und systematisch“ Menschenrechte verletzt zu haben. Gefordert wird, dass die verbliebenen 39 Gefangenen „ein faires, rechtsstaatliches Verfahren vor zivilen Gerichten“ erhalten müssten. Sollten keine Beweise für Taten vorgelegt werden können, müssten sie freigelassen werden. dpa

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