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Der Mann aus dem Eis

Auf den Spuren von Ötzi

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Am 19. September 1991 entdeckte das deutsche Urlauberpaar Erika und Helmut Simon beim Wandern in den Ötztaler Alpen eine ausgeaperte Mumie. Diese entpuppte sich nach wissenschaftlichen Untersuchungen als ältester vollständig erhaltener Repräsentant der Gattung Mensch und erlangte unter dem Namen „Ötzi“ globale Bekanntheit. Drei Jahrzehnte nach diesem historischen Ereignis trafen sich Zeitzeugen wie Bergsteiger-Legende Reinhold Messner und Archäologe Walter Leitner im Ötztal.

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Archäologe Walter Leitner hat als Wissenschaftler und Zeitzeuge die Entwicklungen rund um Ötzi seit Beginn an verfolgt. „Die Faszination erschließt sich dadurch, dass es sich beim Ötzi um ein Unikat handelt. Noch nie zuvor hatten wir einen Menschen, der nach 5300 Jahren samt Ausrüstung und Bekleidung noch so gut erhalten war“, erklärt Leitner. Durch den Fund habe sich ein „Fenster in die Jungsteinzeit der Alpenregion“ aufgetan, durch das auch Laien auf vielfältige Art schauen können, empfiehlt der Ötzi-Experte..

Im Ötztal eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten, um dem Mythos Ötzi näherzukommen. In Umhausen vermittelt das Ötzi-Dorf als archäologischer Freizeitpark das Alltagsleben in der Jungsteinzeit. Ob Handwerk, Landwirtschaft, Tierhaltung oder Rituale unserer Vorfahren: Im Rahmen einer Führung tauchen Interessierte tief in vergangene Zeiten ein. Eine besondere Faszination übt der Besuch der Fundstelle am Tisenjoch aus. Vom Bergsteigerdorf Vent geht die Tour über die Martin-Busch- und Similaun-Hütte an die Grenze zwischen Nord- und Südtirol. Dort markiert ein pyramidenförmiges Denkmal den Ort des Geschehens. Wer Ötzi Face-to-Face erleben will, kann über die Timmelsjoch-Hochalpenstraße einen Ausflug ins Archäologiemuseum in Bozen unternehmen, wo Ötzi seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Ab 2022 lockt mit dem Ötzi Trek eine neue Alpenüberquerung von Landeck nach Bozen, welche die Wanderer an geschichtliche Schauplätze aus den Zeiten des Eismannes führt.

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