Rheinland-Pfalz Vier Corona-Teststationen für Urlaubsrückkehrer – eine davon an der A 65 in Landau

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mik/dpa
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Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test- Einrichtung gehalten © dpa

Rheinland-Pfalz. Das Land Rheinland-Pfalz richtet vier Corona-Teststationen für Urlaubsrückkehrer ein – eine davon in Landau, in direkter Nähe zur Autobahn 65 für Urlauber, die aus Frankreich nach Deutschland zurückkehren.

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In Bitburg nahe der belgischen Grenze an der A 60 können sich Reiserückkehrer bereits seit Mittwochmorgen  testen lassen. An den drei anderen Stationen solle es am Donnerstagmorgen losgehen, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz an. Eine weitere Station wird am Flughafen Hahn eingerichtet, eine am Parkplatz Markusberg an der Autobahn 64 von Luxemburg nach Trier.

Für Heimkehrer aus Risikogebieten ist der Test Pflicht, sie müssen sich dann bis zum Ergebnis in Quarantäne begeben. Von den Nachbarländern hat das Robert-Koch-Institut bisher aber nur Luxemburg als Risikogebiet eingestuft. Die bisherigen Ausnahmen im sogenannten kleinen Grenzverkehr zu Luxemburg bleiben aber bestehen: Wer sich kürzer als 72 Stunden in dem Großherzogtum aufgehalten hat, muss sich weder testen lassen noch in Quarantäne, wie Dreyer sagte. Damit sind insbesondere Pendler ausgenommen.

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Menschen, die in Nicht-Risikoländern Urlaub gemacht haben, können sich an den vier Stationen freiwillig testen lassen. Wilhelm appellierte an die anderen Rheinland-Pfälzer, sich an den Stationen "nicht einfach mal testen zu lassen". Die neuen Einrichtungen seien lediglich eine Ergänzung zu den bestehenden Angeboten und sollten insbesondere die niedergelassenen Ärzte in der Urlaubswelle entlasten, die in etwa vier Wochen zu Ende gehe. Im Zweifel müsse etwa mit Boardingpässe oder Hotelquittungen eine Auslandsreise belegt werden.

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Menschen, die in Nicht-Risikoländern Urlaub gemacht haben, können sich an den vier Stationen freiwillig testen lassen. Wilhelm appellierte an die anderen Rheinland-Pfälzer, sich an den Stationen "nicht einfach mal testen zu lassen". Die neuen Einrichtungen seien lediglich eine Ergänzung zu den bestehenden Angeboten und sollten insbesondere die niedergelassenen Ärzte in der Urlaubswelle entlasten, die in etwa vier Wochen zu Ende gehe. Im Zweifel müsse etwa mit Boardingpässe oder Hotelquittungen eine Auslandsreise belegt werden.

Die Teststationen haben von 8 bis 22 Uhr geöffnet, am Flughafen können die Öffnungszeiten entsprechend dem Flugplan abweichen. Bis zu 1000 Tests pro Tag seien an den vier Stationen möglich, sagte Wilhelm. Mit Kapazitätsengpässen sei nicht zu rechnen. Betreiber ist das Deutschen Rote Kreuz (DRK). Die Bundeswehr unterstützte die Sanitäter mit 48 Soldaten, davon die Hälfte Sanitäter, sagte Wilhelm.

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Eine Anmeldung bei den Teststationen sei nicht erforderlich, Wartezeiten aber möglich, sagte der DRK-Landesvorsitzende Uwe Gaspar. Mit den Ergebnissen sei in ein bis zwei Tagen zu rechnen. Bei einem positiven Ergebnis informiere das Labor das zuständige Gesundheitsamt, das dann Kontakt zu dem Infizierten aufnehme, sagte Wilhelm. Bei einem negativen Ergebnis gebe es keine Rückmeldung. Wer aus einem Risikogebiet komme und in Quarantäne auf sein Testergebnis warte, solle sich vorsichtshalber noch einmal beim Gesundheitsamt erkundigen, bevor er wieder unter Menschen gehe, riet der Staatssekretär.

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Neben den vier Teststationen des Landes würden auch andere aufgebaut, etwa in Bad Kreuznach, sagte Wilhelm. Zudem könne sich jeder auch an die Ärzteschaft wenden. Allerdings gebe es keinen Anspruch darauf, dass der Hausarzt den Test durchführe. Dieser zeige aber den Weg auf, etwa zur Corona-Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung.

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