Vereine - Jahreshauptversammlung des Geschichts- und Heimatvereins Kreuzwertheim / Rückblick Kontinuität soll durch Gewinnung von Jugendlichen gewährleistet werden

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Kreuzwertheim. Komplett gefüllt war der Saal im Fürstin-Wanda-Haus, wohin der Geschichts- und Heimatverein Kreuzwertheim (GHK) zu seiner Hauptversammlung eingeladen hatte. Man schaute auf das vergangene Veranstaltungsjahr zurück und ehrte langjährige Mitglieder. Anschließend wurde das aktuelle, vom Verein zum 28. Mal publizierte Jahrbuch vorgestellt.

Veranstaltungen des GHK

Sonntag, 30. April: Exkursion: Steigerwaldzentrum und Baumwipfelpfad Ebrach

Donnerstag, 25. Mai: Exkursion: An Himmelfahrt ins Himmelreich

Pfingssonntag, 4. Juni: 1000 Jahre Trennfeld

Freitag, 16. Juni: Schiffsfahrt: Mit dem Frankenbund von Lohr nach Karlstadt

Sonntag, 30. Juli: Exkursion: Stadt und Burg Rothenfels - Bayerns kleinste Stadt mit Besuch der Theateraufführung Cyrano de Bergerac.

Sonntag, 10. September: Exkursion: Teufelskanzel und Predigtstuhl

29. September bis 3. Oktober: Studienfahrt nach Dresden, in die Oberlauseitz und die Sächsische Schweiz

Sonntga, 22. Oktober: 500 Jahre Reformation: Martin-Luther-Kirchen des Umlandes (Bestenheid, Steinmark, Schollbrunn)

Sonntag, 26. November: Dachstuhlführung im Kloster Bronnbach (Kurt Lindner).

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Der GHK hatte allen Anlass, auf ein erfolgreiches Jahr zurückzuschauen. Traditionell geschah der Rückblick auf die Unternehmungen des Vorjahres in einer reich bebilderten Fotorevue. Vorträge und Exkursionen hätten, so Vorsitzender Manfred Schneider, ein dankbares Publikum gefunden. Auch die Vereinsrechnerin konnte ein respektables Ergebnis vorweisen.

Bei der Zusammenstellung des Jahresprogramms war und ist man weiterhin bestrebt, ein möglichst breitgefächertes Angebot zusammenzustellen, um unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden, jedoch immer im Bestreben, heimatkundliche und geschichtliche Aspekte in den Mittelpunkt zu rücken.

Exkursionen führen in den Nahbereich, in die Region, aber auch über die Landesgrenzen hinaus. Höhepunkt des Veranstaltungsjahres 2017 wird die Mehrtagesexkursion im Herbst nach Dresden, in die Oberlausitz, die Sächsische Schweiz und durchs Erzgebirge führen.

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Dass so viele Besucher zur Jahreshauptversammlung kommen, wie es seit Jahren der Fall ist, zeuge von lebhafter Teilhabe der Mitglieder, auch, wenn viele wegen ihres fortgeschrittenen Alters nicht an allen Exkurionen teilnehmen könnten. Man freue sich auch immer wieder - so der Vorsitzende - über zahlreiche auswärtige Interessenten. Das alles ermuntere, in der bewährten Manier weiterzumachen.

Die Hauptversammlung diente zugleich der Vorstellung des nunmehr in 28. Auflage erschienenen Kreuzwertheimer Jahrbuchs. Mit 418 Seiten und reich bebildert, ist es wieder recht umfangreich ausgefallen und beinhaltet historische und aktuelle Beiträge.

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Neben dem Rückblick auf die Vereinsunternehmungen enthält es den Auszug aus der Kreuzwertheimer Ortschronik, Beiträge zu Friedrich Rückert, der vor 150 Jahren starb, zu Ludwig Storch, der vor 150 Jahren nach Kreuzwertheim gekommen ist, zur Explosion der Haslocher Pulverfabrik vor 90 Jahren und zum Ende der Lohrer Bahn vor 40 Jahren. Der Schwerpunkt liegt bei den Tagebüchern des Peter Eitel aus Michelrieth, die er vor 125 begonnen und fast ein Dreivierteljahrhundert fortgeführt hat. Auch 2016 war der GHK bei überörtlichen Arbeitskreisen und Tagungen vertreten. Das traditionelle Treffen der mit Geschichte und Heimatpflege betrauten Vereine im Landkreis Main Spessart sowie der alljährliche Tag der Heimatforschung im Main-Tauber-Kreis sorgten für Kontakte über die Ortsgrenzen hinaus. Die Zahl der Vereinsmitglieder blieb mit 250 nahezu konstant, wenngleich auch der GHK den demografischen Wandel spürt und ebenso den verbreitenden Trend, sich möglichst nicht binden zu wollen.

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Für die Übernahme verantwortungsvoller Ehrenämter gelte das sowieso. So gehe vielen Vereinen und Verbänden der Nachwuchs abhanden, hie und da lösten sich Vereine deswegen auf. Es müsse deshalb, so der Vorsitzende, verstärktes Augenmerk darauf gerichtet werden, Jüngere zu gewinnen, um Kontinuität in der Vereinsarbeit zu gewährleisten.

In einer Schweigeminute gedachte die Versammlung der im Vorjahr verstorbenen Heimatfreunde.

Schatzmeisterin Elisabeth Kindermann konnte trotz erheblicher Ausgaben ein fast ausgeglichenes Ergebnis vorweisen. Rechnungsprüfer Fritz Wettengel bescheinigte eine tadellose Buchführung, so dass dem Vorstand auf Vorschlag von Altbürgermeister Fuhrmann einstimmig Entlastung gewährt wurde. Das finanzielle Polster erlaube es, die bisherige Ausrichtung der Vereinsarbeit zur Erforschung der Lokalgeschichte und Bereicherung des kulturellen Angebots in der Gemeinde beizubehalten. Vorsitzender Schneider stellte anschließend das Jahresprogramm 2017 unter dem Motto "Drunter und drüber" vor. Es begann mit einer Erkundung der Marktheidenfelder Felsenkeller.

Schneider würdigte alle, die auf unterschiedlichste Weise die Vereinsarbeit unterstützten. Besonderer Dank gebühre vor allem den langjährigen Mitgliedern. Folgende Mitglieder wurden geehrt: Für zehn Jahre: Klaus Gebhardt, Linus Cambra. Für 20 Jahre: Karin Behring, Jan Bundschuh, Horst Fuhrmann, Jutta Götzfried, Beate Heckmann, Hiltrud Stettinger, Florian Vogel, Hermann Wiegand. Für 25 Jahre: Petra und Gerhard Cruse, Georg Fürst, Barbara Hahn, Christl und Gerhard Kern, Erich Langguth, Kurt Schäfer, Marie Schöffer. Sie wurden mit einem Geschenk bedacht.

An den offiziellen Teil schloss sich eine Präsentation mit dem Titel "Kalender 2016" an, eine vertonte Bilderreise durch Jahr und Jahreszeiten in Kreuzwertheim. ghk