Gastgewerbe Main-Spessart - 2016 wurden 483 000 Übernachtungen gezählt Gewerkschaft gegen längere Arbeitszeiten

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Main-Spessart. Solide Zahlen im heimischen Tourismus: Der Kreis Main-Spessart bleibt bei Urlaubern und Geschäftsreisenden ein beliebtes Ziel. Auf rund 483 000 Gäste-Übernachtungen kam der Landkreis im vergangenen Jahr. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitgeteilt. Die NGG bezieht sich dabei auf Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts.

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Die ganze Tourismus-Region Fränkisches Weinland verzeichnete danach rund 2,3 Millionen Übernachtungen (plus 2,9 Prozent). "An der guten Bilanz haben die Beschäftigten in Hotels, Pensionen und Gaststätten einen enormen Anteil", betont NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak. Angesichts schon jetzt großer Belastungen seien Forderungen nach immer längeren Arbeitszeiten daher "vollkommen fehl am Platz".

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte wiederholt gefordert, die tägliche Höchstarbeitszeit durch ein maximales Wochen-Pensum zu ersetzen. Die NGG Unterfranken spricht von einem "Irrweg": "Jeder, der im Gastgewerbe arbeitet, weiß, dass Überstunden gerade in der Hochsaison dazugehören. Das Arbeitszeitgesetz sorgt aber dafür, dass das für den Einzelnen erträglich bleibt", sagt Ocak.

Das Gesetz schreibt eine Regelarbeitszeit von acht Stunden täglich vor.

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In klar geregelten Ausnahmefällen kann sie auf zehn Stunden ausgedehnt werden.

Nach den Vorschlägen der Arbeitgeber wären extrem lange Schichten möglich, befürchtet die Gewerkschaft.

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"Ein 14-Stunden-Einsatz an der Rezeption oder im Ausschank haut aber jedem die Füße weg", so Ocak. Ob die Betriebe solche Arbeitszeiten bräuchten, sei fraglich. Flexibilität habe für die Gastro-Mitarbeiter auch im Landkreis Main-Spessart schon immer zum Job gehört.

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Andernfalls hätten die Übernachtungsbetriebe dort kaum so viele Menschen empfangen können wie im letzten Jahr, ist sich Ocak sicher. "Die Umsätze im bayerischen Gastgewerbe steigen seit Jahren kräftig an. Statt den Arbeitsdruck weiter zu erhöhen, ist es Zeit, mehr Menschen einzustellen und die Leistung der Beschäftigten stärker anzuerkennen", so der Gewerkschafter.

Allein im vergangenen Jahr 2016 stieg der Umsatz in bayerischen Beherbergungsbetrieben nach einer amtlichen Statistik um 4,7 Prozent an - die Zahl der Beschäftigten in der Branche wuchs lediglich um 1,5 Prozent. pm