Gemeinderat - Mehrheitlicher Beschluss / Künftig fallen acht Euro pro Fahrzeug und Nacht an Gebühr für Wohnmobile steigt

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Der Gemeinderat hat mehrheitlich der Erhöhung der Gebühren für Wohnmobilisten im Mainvorland zugestimmt.

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Kreuzwertheim. Wohnmobilisten, die ihr Fahrzeug im Mainvorland in Kreuzwertheim abstellen, müssen ab dem 1. Mai deutlich mehr dafür bezahlen. Die Gebühr steigt dann von bislang fünf auf acht Euro pro Fahrzeug und Nacht, beschloss der Gemeinderat am Dienstag mehrheitlich.

Vonseiten der Verwaltung waren in der Vorlage sogar zehn Euro für möglich gehalten worden. Begründet wurde die angestrebte Erhöhung mit den in dem Bereich getätigten Investitionen, aber auch mit der "Einmaligkeit des Platzes", direkt am Main gelegen und mit Blick auf die Wertheimer Burg gegenüber, wie Bürgermeister Klaus Thoma sagte. Günter Kohrmann (CSU) sprach sich gleichwohl dagegen aus, "gleich auf zehn Euro zu gehen", sondern erst einmal den Zwischenschritt zu gehen. Acht Euro zahle man fast überall, meinte Stefan Schuck (CSU), während Edgar Schaefer (Freie Wähler) der Ansicht war, die Attraktivität des Platzes gebe die höhere Gebühr her. Dagegen schloss sich Andreas Schmidt (SPD) den Aussagen Kohrmanns an. Dr. Peter Geiger (Freie Wähler) brachte ins Gespräch, über den Preis den Zuspruch zum Platz regulieren zu können: "Haben wir nicht das Problem, dass zu viele Fahrzeuge da stehen?" In zwei Abstimmungen entschied man sich schließlich mehrheitlich für acht Euro.

Von der Tagesordnung abgesetzt worden waren zuvor die Festlegung einer Platzordnung und die Entscheidung über sie Anordnung und Anzahl der Stellplätze, da man hier noch Gesprächs- und Beratungsbedarf sieht.

Trau-Pavillon

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Geregelt wurde die Nutzung des Trau-Pavillons im Mainvorland. Gegen Michael Huth und Stefan Schuck (beide CSU) stimmte der Gemeinderat dem vorgesehenen Mietvertrag zu. Der bestimmt unter anderem, dass von Seiten der Gemeinde beziehungsweise des Bauhofes 25 Stühle und maximal drei Stehtische aufgestellt und die Dekoration für den Trautisch angebracht beziehungsweise jeweils nach der Trauung wieder abgebaut oder entfernt wird.

Nutzungsgebühr

Die Nutzung ist bis jeweils eine Stunde vor und nach der Trauung gestattet. Nicht erlaubt ist das Werfen von Reis, Konfetti oder ähnlichem und das "Poltern". An- und Abfahrt zum Ort des Geschehens haben ohne Hupen zu erfolgen. Als Gebühr für die Nutzung werden 49 Euro erhoben.

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Das war Gerd Flick (SPD) zu wenig, denn "das deckt die Kosten nicht".

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Mit dem Preis wolle man auch nicht abschrecken, "wir wollen, dass die Menschen heiraten", machte Bürgermeister Klaus Thoma deutlich. "Die tatsächlichen Kosten zu kennen, wäre schon interessant", meinte Günter Kohrmann (CSU). Auf Nachfrage von Silvia Klee (SPD) räumte der Bürgermeister ein, der Betrag sei "über den Daumen gepeilt" ermittelt worden. Zwar war man sich im Gremium mehr oder weniger einig, dass die Kosten nicht gedeckt werden. Dennoch stimmte man mit großer Mehrheit zu.

Teurer für die Marktgemeinde wird das "Leader"-Projekt "Lebensader Main-Erlebnis Buhne Bleichwiesen" (wir berichteten mehrfach). Zunächst freute sich der Bürgermeister darüber, dass das Projekt als förderwürdig erachtet wurde. Dies sei, angesichts der Zahl der Mitgliedsgemeinden in der "Leader"-Arbeitsgemeinschaft und der eingereichten Projekte, "kein Selbstläufer".

Förderrichtlinien

Als Wermutstropfen im Freudenkelch erweist sich aber die rückwirkende Änderung der Förderrichtlinien vom Brutto- zum Netto-Prinzip. Dadurch erhöht sich der Eigenanteil des Marktes von ursprünglich 60 655 Euro auf jetzt 75 182 Euro, bei Gesamtkosten in Höhe von 151 639 Euro und einer angenommenen Förderung von 60 Prozent.

Gegen die Stimmen von Andreas Schmidt (SPD), Michael Huth und Tanja Bannwarth (beide CSU) beschloss das Gremium, an der Umsetzung des Projektes wie vorgesehen festzuhalten. ek