Zwingenberg

Bürgermeisterwahl

Geld wird zum Fenster hinausgeworfen

Leserbrief zu „Wahl des Bürgermeisters am 10. März“, BA vom 8. September.

Ursprünglich war die Aussage, die man in der Presse las, dass die Bürgermeisterwahl zusammen mit der Europawahl am 26. Mai 2019 durchgeführt werden soll. Das hätte Geld und zusätzlichen Aufwand gespart.

CDU und FDP haben sich nun für einen eigenständigen Termin für die Bürgermeisterwahl entschieden, nämlich für den 10. März 2019, und das im Gegensatz zur SPD und zur GUD, die für die Zusammenlegung der Termine am 26. Mai 2019 votierten.

Die Argumente für den Termin am 10. März sind ausgesprochen dürftig, wie zum Beispiel „in einer Kleinstadt komme einer Bürgermeisterwahl eine besondere Bedeutung zu“. Also sind die Bürgermeisterwahlen beispielsweise in Wiesbaden oder Lampertheim bedeutungslos?

Oder das Argument, das Fehler-Risiko steige – ich denke, dass das korrekte Auszählen von Stimmzetteln nicht so das Problem ist, oder?

Auch das Argument, Alsbach-Hähnlein wähle ebenfalls „bewusst“ an einem eigenständigen Termin seinen neuen Rathauschef, zählt aus meiner Sicht nicht: In der Nachbargemeinde läuft die Wahlperiode des Bürgermeisters im Juli 2019 ab und der bisherige Amtsinhaber wird nicht mehr antreten.

Viele Kommunen in unserem Umfeld haben diese Probleme nicht. Sie halten es für möglich, eine Bürgermeisterwahl ordnungsgemäß, angemessen und fehlerfrei durchzuführen, auch wenn der Termin mit einem anderen Wahl zusammengelegt wird. Sogar Wiesbaden und Lampertheim trauen sich das zu.

Ich verstehe hier die Parlamentarier der CDU und FDP nicht, die sonst um Ausgaben in der Größenordnung von 100 bis 200 Euro kämpfen und streiten. Hier spielt es plötzlich keine Rolle, circa 2000 Euro zum Fenster hinauszuwerfen, nur damit der zukünftige Bürgermeister seinen eigenen Wahltermin hat.

Ich bin sicher, das Geld hätte man für einen sinnvollen Zweck einsetzen können.

Christine Kubitzek

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