Lorsch

Baugebiet Süd

Baugebiet wird den Verkehr im Ort erhöhen

„SPD will Baugebiet im Süden nur mit vernünftigem Konzept“, BA vom 22.08. 2018

Ich bin richtig froh, dass dieses Thema wieder aufgegriffen wird, wobei sich wiederum nur über den Ortsteil Kleinhausen Gedanken gemacht werden. Doch sollte aber auch über die Anbindung des Ortsteils Großhausen gesprochen werden. Im Artikel „Verkehr bleibt im Ort ein Dauerthema“ vom 18. August wurde sogar über „Grün statt Blech“ geschrieben.

Anregung abgeschmettert

In der Bürgerinformation vom 16. August wurde das außen vor gelassen, denn es ging ja nur um die Neugestaltung des Ortsmittelpunktes und um das in die Jahre gekommene Bürgerhaus. Das auf der Leinwand in wunderbarem Beige zu sehende Ortsgebiet zeigte mangelhaft die angesprochenen Areale. Der Durchgang von der Hauptstraße (Großhausen) über die Weschnitzbrücke durch die Ludwigstraße war ausgespart. Die Ludwigstraße ist eine Landesstraße. Meine Anregung, hier doch eine verkehrsberuhigte Zone zu schaffen, war damit abgeschmettert.

Trotzdem möchte ich noch einmal auf die Thematik der Verkehrsleitung von hier bis zum Ortsmittelpunkt kommen. Dass es Lkw immer noch gestattet ist, von Großhausen über die Brücke durch den engen Schlauch Ludwigstraße zum Ortsmittelpunkt (Mathildenstraße - Waldstraße) zu fahren, macht mir Sorgen.

Auch wird das im Artikel vom 22.08.18 angesprochen Baugebiet Im Knippel sehr wahrscheinlich das Verkehrsaufkommen hier noch einmal erhöhen.

Was wird, wenn die Weschnitzbrücke durch den Schwerverkehr baufällig wird und damit eine Sanierung oder sogar ein Neubau anstehen? Dann müsste auch ein neuer Weg von Groß - nach Kleinhausen gefunden werden. Warum also nicht gleich sich im Verkehrsrahmenplan ein paar Gedanken machen, den Verkehrsstrom vom Neubaugebiet Im Knippel über die K 65 (Industriestraße) zu führen?

Damit wäre die Ludwigstraße entlastet. Die Schulkinder, Fußgänger, Fahrradfahrer könnten getrost und sicher dieses, die Ortsteile verbindende Element, nutzen. In der Ludwigstraße könnte vielleicht ein Café eröffnen, das den Bewohnern des Seniorenheims den Empfang ihrer Familien und Besucher, also ein soziales Miteinander außerhalb des Heimes, ermöglicht.

Da die Straße nicht barrierefrei ist, fährt der Rollator halt auf der Seite der Straße. Ein wenig Grün in Pflanztöpfen oder ein paar Blumenkästen am Geländer der Brücke würden der Seele und der Atemluft guttun. Die Zahl der privaten Pkw, die dort angefahren kommen, würde sich in Grenzen halten und ich bin sicher, dass die angesiedelten Geschäfte keinen Nachteil zu befürchten hätten. Kurz und gut: Erst einen vernünftigen Verkehrsrahmenplan (unter Einbindung der Buslinien) erstellen und erst dann über den Neubau des Schulstegs für großes Geld nachdenken.

Hannelore Nowakowski

Einhausen

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