Lindenfels

Lachnacht Am kommenden Freitag humoristisches Programm in der Reichenberghalle

Comedians treffen sich in Reichelsheim

Reichelsheim.In Reichelsheim steigt am Freitag, 14. September, die erste Reichelsheimer Lachnacht. In der Reichenberghalle wird ab 20 Uhr ein Mix aus Kabarett und Comedy geboten werden. Die Moderation übernimmt Ole Lehmann, der charmant und mit Freude durch ein wunderbares Programm führen wird und sich dabei auf die Suche nach fröhlichen Menschen macht.

Denn er fragt sich: Warum haben so viele Menschen ihre unbeschwerte Art verloren? Wann sind die Worte Danke und Bitte verschwunden? Warum gibt es so wenige fröhliche Rap-Texte? Warum wird Ole als Homo beschimpft, wenn das doch nur der lateinische Ausdruck für Mensch ist? Und warum bedeutete das englische Wort Gay früher „fröhlich“ und heute „schwul“?

Noch Luft nach oben

Hennes Bender ist der „Hobbit auf Speed“ und hat in seinem verflixten siebten Programm wie stets viel „Luft nach oben“, misst er doch nach neuesten Messungen 1,62 Meter. Der Titel bedeutet aber auch, dass immer noch „was geht“, noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und noch immer reichlich Spiel ist an der Stellschraube des alltäglichen Irrsinns.

Sogar in Zeiten wie diesen, in denen sich im Vergleich zu aktuellen Nachrichten selbst „The Walking Dead“ wie eine liebenswerte Zukunfts-Utopie ausnimmt, lässt sich sagen: Da ist noch Luft nach oben, noch ist der Drops nicht gelutscht, kein Kind in den Brunnen gefallen oder aller Tage Abend.

Denn Bender nimmt sich die Narrenfreiheit und geht da dran, beißt sich fest, kaut drauf rum, schwadroniert, powert und pulvert, wie gehabt ganz nah am Publikum, mit beiden Beinen auf der Bühne und dem Kopf in den Wolken.

Lisa Feller hat es schon längst verinnerlicht: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. So steht es schließlich im Buch der Bücher. Dumm nur, wenn der Nächste ein Vertreter des angeblich starken Geschlechts ist und aus Bindungsangst nicht geliebt werden will. Schon gar nicht von einer selbstbewussten und witzigen Frau, die keine Lust hat, sich zu ihren zwei Kleinkindern noch ein erwachsenes Unvernunftswesen ins Haus zu holen.

Kampf um die perfekte Figur

Dann doch lieber: „Der Nächste, bitte!“ Oder doch die Selbstliebe – klingt allerdings schöner, als es ist. Zwischen Beruf, Erziehung und der Suche nach dem geeigneten Lebenspartner kämpft die moderne Frau um die perfekte Figur, passend zur immerjungen Topmodelgesellschaft. Auf der Suche nach der eigenen Deutungshoheit zwischen Photoshop-Selfies und Schokoladen-Heißhunger scheitert auch Lisa Feller nur allzu gerne nach einem prall gefüllten 14-Stunden-Tag.

Frederic Hormuth redet Klartext und möchte jeder Menge Leuten mal ordentlich den Marsch blasen: Reichsbürger, die keine Steuer zahlen wollen, weil die Bundesrepublik Deutschland nicht existiert. Abendlandretter, die Angst haben, demnächst auf ihrem Lottoschein statt Kreuzen nur noch kleine Halbmonde machen zu dürfen. Politiker, die Freihandelsabkommen durchdrücken, damit wir nach der WC-Ente endlich auch das Chlorhühnchen bekommen. Und eingefleischte Veganer, die neuerdings Vegetarier gefressen haben.

Die, und noch mehr, packt Hormuth verbal am Schlafittchen und schüttelt sie durch, bis man über sie lachen kann. Er serviert überraschende Wahrheiten als knackige Pointen in den Geschmacksrichtungen „bitter“ und „süßsauer“.

Warum Ludwigshafen so aussieht

Boris Stijelja ist halb Kroate, halb Serbe und wohnt in Ludwigshafen. Das sind gleich drei Boris’ in einem – und die haben alle drei viel zu erzählen. De Zuschauer erfahren, warum Vokale überflüssig sind, welche körperlichen Reaktionen eine Sirene auslösen kann und warum Ludwigshafen so aussieht wie es aussieht. Mit seiner lockeren und charmanten Art plaudert Boris über sein Leben zwischen Sliwowitz und Leberknödel und seine Sicht auf die Dinge. red

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