Leserbrief

Parkplatz-Ost

Wie wäre es mit einer Bürgerbeteiligung?

Ist die Diskussion um den Parkplatz Ost nicht ein Paradebeispiel für den Stellenwert von Bürgerbeteiligung in Lorsch? Die Mehrheit im Ausschuss war knapp, die Zahl von Einsprüchen gegen den Flächennutzungsplan hoch, die geplante Parkfläche erfreut sich offenbar nicht allgemeiner Beliebtheit. Wie wäre es mit einer Bürgerbefragung oder einem Bürgerentscheid?

Seitens der Schlösserverwaltung wurden Besucherzahlen schöngerechnet. Fällt dies auf, werden viele Einsprüche als „nicht relevant“ abgetan. Welche Art von Einsprüchen erwartet man auch für eine Parkfläche, die nicht den Bewohnern, sondern in erster Linie Besuchern der Welterbestätte zur Verfügung stehen soll? Hinweise auf den unangemessenen Flächenverbrauch, die Beeinträchtigung der Natur und den äußerst freizügigen und gedankenlosen Umgang mit Steuergeldern blieben auch bisher unbeachtet. Angesichts von Entscheidungen, die von den Interessen Einzelner gesteuert sind und mit den realen Problemen der Bürger wenig zu tun haben, muss man sich nicht wundern, dass der Politikverdrossenheit selbst im kommunalen Umfeld der Boden bereitet wird.

Als Stellfläche für Lkw nutzen?

Eigentlich überraschend, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, den Parkplatz-Ost als Lkw-Überlauf-Stellfläche für den Namensvetter an der A67 zu nutzen, insbesondere in den langen Monaten, in denen das Besucherinfozentrum geschlossen ist, und der Parkplatz unter Auslastungsschwäche leiden dürfte. Vielleicht könnten die Stadtoberen mit diesem Argument dem Land noch einiges Steuergeld entlocken? Die Bürgerbeteiligung ist jedenfalls gesichert, denn Steuern zahlen wir alle!

Joachim Bliemeister

Lorsch

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