Leserbrief

Marktplatz

Unverständlich, dass das Haus abgerissen wird

„Stadt nicht für Misswirtschaft anderer verantwortlich“, BA vom 13. April

Wenn es im „Interesse der Stadt war und ist, das denkmalgeschützte Ensemble zu bewahren, um das historische Gesamtbild des Marktplatzes zu sichern“, so die Aussage von Bürgermeister Richter, zu den Häusern am Marktplatz 2 und 3, so wäre es sicher auch sinnvoll gewesen, den Erhalt und die Sanierung des Haus am Markt voranzutreiben und dieses Objekt nicht zusehends durch Leerstand zu verschlechtern und vergammeln zu lassen, um dem gewollten Abriss die Türen zu öffnen und Fakten zu schaffen.

Ist es wirklich immer noch der überzeugte Glaube der gewählten Stadtverordneten von CDU, GLB und BfB, dass mit einem nicht überzeugenden Neubau des Hauses am Markt – sprich Protzbau für 6,8 Millionen Euro – und einem neuen Konzept für das ehemalige „Kaufhaus Krämer“ der Platz dadurch aufgewertet wird?

Es ist schlichtweg unverständlich, wie ein 40 Jahre junges Bauwerk mit guter Bausubstanz einfach abgerissen werden soll und durch aufwendige Bautätigkeiten die Lebensader der Stadt für einige Jahre lahmgelegt wird. Und wer zahlt eigentlich einmal die Schulden, die wir doch jetzt schon unseren Kindern und Enkelkindern aufbürden?

Klaus Straub

Einhausen

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