Leserbrief

Kolmbach

Transparenz verhindert Spekulationen

Bauschutt-Recyclinganlage:

Der Investor soll vergleichbare Recyclingarbeiten bis vor geraumer Zeit auf dem Kreuzergelände vor den Toren von Lindenfels getätigt haben. Den Begriff Anlage vermeide ich an dieser Stelle, weil ich den Umfang der Arbeiten nicht kenne und eine solche immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftig gewesen wäre.

Als diese Arbeiten wegen ihrer Auswirkungen zu Unmut in der Lindenfelser Kernstadt führten, hätten Lindenfelser Stadtverordnete die Suche nach einer Alternative zugesagt. Ganz nach dem Sankt-Florians-Prinzip habe man sich dann für Kolmbach entschieden.

Sollte dies wirklich so gewesen sein, wäre das eigennützige lnteressenpolitik. Insofern würde die Aussage des LWG/CDU-Sprechers – „Wenn wir unsere Entscheidung revidieren würden, wären wir ja unglaubwürdig“ – durchaus Sinn machen. Stichhaltige Argumente wurden ja bekanntlich nicht geliefert.

Wer im Licht neuer Erkenntnisse innehält, um seine Entscheidung noch einmal zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren, ist allemal klüger als jemand, der um jeden Preis an einem zweifelhaften Versprechen festhält. Ist es nur ein Gerücht oder Hinweis auf einen handfesten Skandal? Das ist die Frage, die mich umtreibt. Die Antwort können nach meiner Auffassung nur die Stadtverordneten der LWG/CDU geben, allen voran deren Sprecher. Wer Transparenz verhindert, darf sich über Spekulationen nicht beklagen.

Hans-Lothar Molitor

Kolmbach

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