Leserbrief

Stadtentwicklung

Stadtväter sollten das Ohr mehr am Bürger haben

„Erfolgreiche Entwicklung führt zu Zuzug“, BA vom 31. August

Wer nicht gerade eingefleischter CDU-Freund oder Stammwähler ist, kann dem Artikel wohl kaum bedingungslos zustimmen. Dass der Verkehr auf den Straßen weiter zunimmt, war absehbar.

Unterführung verbreitern

Eine Entlastung der Wormser Straße, über die sich die CDU angeblich so viele Gedanken macht, ist meines Erachtens eigentlich nur mit einer Verbreiterung der „Sirona-Unterführung“ und Tieferlegung der Straßendecke zu erreichen, so dass auch Lkw-Verkehr dort durchfahren kann. Da wären die Millionen entschieden besser angelegt als bei der Luxussanierung des Bürgerhauses und beim Haus am Markt. Kann die CDU näher erläutern, was das für Entscheidungen waren, die zu einer positiven Entwicklung geführt haben? Ich sehe hier nichts.

Handlungsbedarf am Bahnhof

Und was soll der Quatsch mit Tempo 100 auf der A 5? Hier schaut die CDU doch nur auf einige Wählerstimmen, um eventuell die Mehrheit bei der nächsten Wahl zu sichern. Dass dabei aber etliche tausend Autofahrer wieder mal die Leidtragenden sind, wird nicht berücksichtigt. Aber die wählen auch keine Bensheimer CDU.

Am Bahnhof ist ein Großteil der Lärmschutzwand ausgespart worden. Dadurch dringt in die Stadt immenser Lärm vom Zugverkehr. Unterhaltungen am Bahnhof sind ausgeschlossen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Horrende Preise

Es wird immer davon geredet, dem Preisanstieg im Wohnungsbau entgegenzuwirken. Dies kann überhaupt nicht funktionieren, wenn Grundstücke und Immobilien an Investoren veräußert werden, die nur darauf aus sind, möglichst viel Profit zu machen.

Rodensteinschule, Euler-Gelände, Meerbachsportplatz – wegen der horrenden Preise für viele unerschwinglich oder nur durch hohe Hypotheken zu finanzieren.

Der Zuzug der Menschen nach Bensheim ist prinzipiell nicht den politischen Parteien und insbesondere der CDU zu verdanken, sondern der Entwicklung der Bensheimer Industrie aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage. Also meine Herren, bitte nicht mit fremden Federn schmücken.

Nach Gutsherrenart

Ich würde mir wünschen, dass die Stadtväter wieder mehr ihre Ohren am Bürger haben und nicht nach Gutsherrenart Entscheidungen treffen wie beim Haus am Markt. Und die BfB und die Grünen nicken sowie nur noch ab, andernfalls würden sie schlimmstenfalls aus der Koalition fliegen und keine Macht mehr haben.

Peter Franke

Bensheim

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