Leserbrief

Grundgesetz

Politiker machen die Würde des Menschen antastbar

Die Würde des Menschen ist unantastbar (Artikel 1 Grundgesetz). Alles nur Geschwätz und Lippenbekenntnisse?

Der Mensch besteht aus seinem Körper. Der sollte dann laut Artikel 1 Grundgesetz unantastbar sein? Wie kann es dann sein, dass die CDU und die SPD per Gesetz durchsetzten wollen, dass alle Bürger in Deutschland automatisch Organspender sind – außer, wenn sie dem widersprechen? Auch der christdemokratische Kreisvorsitzende Michael Meister setzt sich für diese Praxis ein.

Ganz klar ist, dass nur von einem lebenden Menschen Organe entnommen werden können, die dann weiter transplantiert werden. Ist ein Mensch tot, sind auch dessen Organe tot und unbrauchbar für eine Organspende. Dass der angebliche Hirntod der Tod eines Menschen sei, wurde von Ärzten in Amerika festgelegt. Das hat man hier in Deutschland einfach so übernommen.

Es ist aber so, dass der angebliche Hirntod niemals der Tod eines Menschen ist. Bei Entnahme von Organspenden handelt es sich immer um die Ermordung eines Menschen. Dies geschieht durch die dabei tätigen Ärzte. Man nimmt uns Menschen vielleicht das Einzige, das uns wirklich auf dieser Welt gehört, nämlich unseren Körper. Es geht dabei nur darum, Geld zu verdienen. Wenn es zu dem neuen Gesetz kommt, sind alle Türen für weitere Betrügereien mit unseren Körpern geöffnet.

Wer gerne seine Organe spenden möchte, kann und soll dies gerne tun. Es ist aber ungeheuerlich, wenn der wichtigste Artikel 1 in unserem Grundgesetz so ausgehebelt werden soll. Wir müssen uns gegen solche Politiker wehren, die jegliche Achtung vor unserer Unversehrtheit verloren haben.

Edbill Grote

Bensheim

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