Leserbrief

Parkplatz-Ost

Man kann auch kostspielige Verfahren stoppen

Es kam, wie es kommen musste. Der Flächennutzungsplan wurde mit knapper Mehrheit empfohlen. Der Ausschuss macht den Weg frei für den Parkplatz-Ost. Nun muss noch die Stadtverordnetenversammlung darüber entscheiden und das Regierungspräsidium in Darmstadt hat zu genehmigen.

30 Einwendungen von Privatleuten, allerdings nicht repräsentativ für rund 6500 Haushalte, wendeten sich gegen dieses Projekt. Man sei vertraglich gebunden. Die Besucherlenkung zur Königshalle als Höhepunkt mit Start am gläsernen Infozentrum sei konzeptionell bewusst gewählt. Wegen der „Dramaturgie“ und dem „Aha-Effekt“. Es sei nicht hinnehmbar, nun alles in Frage zu stellen.

Doch: Über Verträge lässt sich verhandeln. Und konzeptionelle Maßnahmen, die sich als unrealistisch herausstellen, lassen sich ändern. Und man kann auch ein kostspieliges Verfahren stoppen, wie es in dem Bericht erwähnt wurde.

Wo bleiben eigentlich die vielen Lorscher Bürger mit ihren Einsprüchen? Es gibt zu denken, dass tatsächlich nur 0,3 Prozent der Lorscher Bevölkerung den Weg in den Paul-Schnitzer-Saal zum Zukunftsthema Stadtentwicklung gefunden haben. Kein Interesse. Oder: Ich kann ja sowieso nichts ändern!

Zwei Millionen vom Steuerzahler

Wer zahlt eigentlich die zwei Millionen Euro für diesen Auto-Abstellplatz, wenn das Land Hessen sich ziert? Letztendlich ist es dann so oder so der Steuerzahler.

Es gibt tatsächlich wichtigere und dringlichere Aufgaben zu bewältigen, die den Bürger zur Kasse bitten. Die jetzige Situation heißt noch lange nicht, dass dieses Projekt realisiert wird. Und lassen Sie,liebe Lorscher, es nicht zu, wie der Leserbriefschreiber in der gleichen Ausgabe bemerkt, als Feigenblatt für eine Bürgerbeteiligung zu dienen!

Klaus Straub

Einhausen

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