Leserbrief

Schwanheim

Kritik am Verkehr und dem geplanten „Pendlerviertel“

Im Jahr 2017 wurde bei drei Veranstaltungen der Stadt Bensheim, das geplante „Pendlerviertel“ in Fehlheim den Bürgern vorgestellt. Allerdings waren die Vortragenden eines Frankfurter Planungsbüro und Erster Stadtrat Helmut Sachwitz sich einig, den Einwänden der Bürger wenig oder kein Gewicht beizumessen. Deren Einwände, so schien es, waren nur ein Störfaktor.

Schon damals war erkenntlich, dass offenbar mit Gefälligkeitsgutachten gearbeitet wurde – siehe zusätzliches Verkehrsaufkommen mit 1,5 Fahrzeugen pro Familie. Besucher, Dienstleister, Notdienste: nicht erwähnenswert. Bei einem Gang durch das Dorf am Abend wird sich bestimmt eine 2,5 oder gar mehr ergeben. Der Baustellenverkehr wird sich für Wochen durch unseren Ort wälzen. Den Schwerverkehr hat man am Ortseingang auf 7,5 Tonnen beschränkt, aber mit dem Zusatz: „Frei für Anlieger“. Diese Freiheit sorgt nun für einen regen Schwerlastverkehr in unserer für den Durchgangsverkehr nicht geeigneten Straße.

Straße wird beschädigt

Die Absicht, diese Straße so zu beschädigen, dass eine grundhafte Sanierung, natürlich auf Kosten der Anlieger, notwendig wird, ist nur eine logische Folge. Steigende Emissionen sind „uninteressant.“

Zur Lage des Neubaugebietes: Als Frischluftkorridor in Nord-Süd-Richtung bei dem zu erwartenden Klimawechsel mit lang anhaltenden Hitzeperioden eigentlich unabdingbar‚ gerade in unserem Gebiet. Auch in den Nachtstunden ist mit einer Abkühlung nicht mehr zu rechnen. Gewarnt wird vor hohen Wasserständen in diesem Gebiet. Wenn das so wäre: Warum lässt man dort bauen? Fakt ist: Ohne die Infiltration von Rheinwasser wäre der garantierte Wasserstand im Ried von minus 3,50 Metern nicht zu halten.

Zur künftigen Verkehrssituation in Schwanheim: Die Erweiterung der A 67 und von vier Gleisbahnen zwischen Frankfurt – Mannheim werden zu einem ungeheuren Flächenverbrauch in unserer Gemarkung führen. Allein von Langwaden bis zur Wattenheimer Brücke werden fünf neue Brücken notwendig. Not-Abgänge werden gebaut werden.

Das Ende des Schwanheimer Waldes ist in Sicht. Der Schwerverkehr für diese Baustelle wird sich durch Schwanheim drängen. Die Rohrheimer Straße setzt man wohl daher schon instand. Dass diese Projekte nicht in kurzer Zeit zu bewältigen sind, könnte einigen Aufruhr verursachen.

Willi Heil

Schwanheim

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