Leserbrief

Schülerdemonstrationen

Klimaschutzprotest: Das muss so weitergehen

Die Klimaschutzproteste von Schülern müssen nach Worten von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) früher oder später ein Ende finden. Dass die Schüler in der Unterrichtszeit demonstrierten, bewerte er kritisch, sagte Kretschmann am 2. April 2019: „Vor allem kann das nicht ewig so weitergehen.“

Zur Erinnerung: 23 Jahre hat sich die internationale Staatengemeinschaft gemüht, ein internationales Klimaschutzabkommen zustande zu bringen. 2015 in Paris war es so weit: Es gab einen allgemeinen Beschluss mit konkreten Zusagen aller Länder, was sie dafür leisten wollen. 2017 aber traten die USA und Deutschland von ihren Verpflichtungen zurück.

Forderung Ausdruck verliehen

Alle Klimaaktivisten waren der Überzeugung: „Das kann nicht so weitergehen!“ Greta Thunberg fand eine neue Methode, dieser Forderung Ausdruck zu verleihen: einen Schulstreik. Sie hielt ihn monatelang durch, bis die Weltöffentlichkeit auf ihren Protest aufmerksam wurde. Seit dem 15. März 2019 streiken weltweit Schüler, um ihrer Forderung Ausdruck zu verleihen, jetzt wieder auch am Freitag, 12. April, in Bensheim.

Kretschmann meint dazu, das könne „nicht ewig so weitergehen“. Das soll es auch nicht. Es soll aufhören, sobald die Regierungen zu ihren Versprechungen stehen und ernsthaft handeln.

„Als Politiker kann ich Ihnen eines versichern: Politische Führer werden keine Risiken eingehen, solange die Menschen dies nicht von ihnen verlangen.“ (Barack Obama)

Walter Böhme, Bensheim

Peter Lotz, Bensheim

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