Leserbrief

TC Bensheim

Grenzen moralisch und formell überschritten

"Zwischen Drohungen und Provokationen", BA vom 7. Oktober

Im oben genannten Bericht wurde es bereits am Rande angedeutet: Nicht nur bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Tennisclubs Blau-Weiß Bensheim, sondern bereits im Vorfeld der Veranstaltung wurden die Grenzen der Vereinssatzung weit überschritten.

Der Vorstand bedient sich anscheinend der Vereinssatzung nach Belieben und ignoriert sie im Bedarfsfall.

Kündigung per E-Mail möglich

Wie lässt es sich ansonsten vereinbaren, dass ein Verein sich einerseits der in der heutigen Geschäftswelt üblichen Kommunikationsmethode E-Mail bedient und Kündigungen von Vereinsmitgliedschaften per elektronischer Post anerkennt, obwohl diese eigentlich in schriftlicher Form als Einschreiben zu erfolgen haben (!), andererseits den per E-Mail eingegangenen Antrag eines Mitglieds auf Aufnahme von Tagesordnungspunkten nicht akzeptiert?

Abgelehnt wurde der Antrag mit der Begründung, die Tagesordnung sei bereits im BA und auf der Vereins-Homepage veröffentlicht und die Mitglieder nicht über die zusätzlichen Tagesordnungspunkte informiert. Eine schwache und haltlose Begründung.

Die Frist wurde gewahrt

Laut Satzung des Vereins und Veröffentlichung in der Tageszeitung war die Einreichung zusätzlicher Punkte noch fristgerecht möglich. Nicht nur, weil dem Antragsteller hiermit zunächst ein völlig anderer Grund zur Ablehnung der Aufnahme dieser wichtigen Verhandlungspunkte genannt wurde, kommt hier der dringende Verdacht auf, man hatte sich mit allen Mitteln vor unangenehmen Diskussionen und weitreichenden Entscheidungen drücken wollen.

Hier wurden sowohl moralisch als auch formell die Grenzen weit überschritten. Hat der Vorstand dem Verein und seinen Mitgliedern hiermit einen Bärendienst erwiesen?

Birgit Wilsberg

Bensheim

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