Leserbrief

Steuergelder

Gewinn privatisieren, Verlust sozialisieren?

„Hessen: Privatwaldbesitzer in Existenznot“, BA vom 4. Oktober

Was noch? Wer hat noch bisher Gewinne gerne privat kassiert und schreit nun nach unserem Steuergeld, wenn es nicht mehr so läuft?

Seit 2008 die Banken, dann Airlines, und jetzt Bauern – die ohnehin zu mindestens 40 Prozent von unserem Steuergeld leben, Felder vergiften, Blühstreifen plattmachen – und Waldbesitzer, die mit ihren kurzlebigen Monokulturen ihr Risiko selbst schufen. Wer kommt als Nächstes? Der Klimawandel wird noch viele Kosten verursachen – sollen diese immer bei uns Steuerzahlern hängenbleiben?

So kann das nicht gehen. Wo bleibt das berühmte „unternehmerische Risiko“, wenn alle es letztlich auf uns Steuerzahler abwälzen wollen? Man muss eben Rücklagen bilden oder sich versichern. Oder sich zur Not andere Betätigungsfelder suchen. Wie viele andere auch. In guten Jahren satte Gewinne einfahren, und in schlechten den Steuerzahler anzapfen? Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren? Nein!

Sabine Schmidt

Lorsch

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