Leserbrief

Stadtentwicklung

Für einen Privatmann wäre es der Ruin

Auch ich war erstaunt über die Äußerung des Bensheimer Bürgermeisters, dass der Stadt „unvorhergesehene“ Kosten durch mehr Kindergartenplätze in den kommenden Jahren entstehen. Aber vielleicht halfen ihm seine Kollegen auf die Sprünge! Nehmen wir doch nur den Bereich zwischen Schwarzwaldstraße (B 3) und Friedhofstraße. Auf dem Eulergelände und dem Mehrbachsportplatz erfolgt eine verdichtete Wohnbebauung.

Wer wird hier wohl einziehen? Natürlich Eltern mit Kindern. Also ist es erforderlich, dass sowohl zusätzliche Kindergarten- als auch Grundschulplätze benötigt werden. Langzeitplanung ist auch hier erforderlich.

„Totales Versagen“

Schauen wir uns unter diesem Gesichtspunkt die Finanzplanung der Stadt, im Zusammenhang mit dem Bürgerhaus und dem Haus am Markt, an. Ein totales Versagen, aber bei öffentlichen Projekten Standard. Wenn das „Projekt“ läuft, kommen die angeblich nicht vorhersehbaren und unabweisbaren zusätzlichen Forderungen. Für ein Privatunternehmen oder einen Privatmann könnte dies der Ruin sein. Aber nicht für die öffentliche Hand. Man erhöht irgendeine Steuer oder Gebühr.

Nun zum Haus am Markt: Ich kenne bisher keinen vom Kreis genehmigten Bauplan – und dieser ist Grundvoraussetzung für eine Abrissgenehmigung. Die MEGB hat aber anscheinend schon kostenpflichtige Aufträge erteilt. Wenn keine Baugenehmigung erteilt wird, wer trägt die Kosten? Wäre die MEGB wirklich ein privatwirtschaftliches Unternehmen, die Gesellschafter würden dem Geschäftsführer keine Entlastung erteilen.

Hermann Bausch

Bensheim

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