Leserbrief

Kinderbetreuung

Finanznot ist durch zu hohe Ausgaben hausgemacht

Bürgermeister warnen vor Finanznot, BA vom 9. März

Bürgermeister Rolf Richter warnt vor Finanznot wegen steigender Kosten für Kinderbetreuung. Wenn man immer mehr Baugrundstücke für Wohnungen und Häuser ausweist, was bezweckt man damit?

Wer logisch denken kann, weiß, dass dadurch immer mehr Menschen nach Bensheim umziehen. Genauso logisch ist, dass diese Menschen natürlich auch Kinder mitbringen, die betreut werden müssen.

Dass die Infrastruktur, wie Kinderbetreuungsplätze, Straßen und Parkplätze für Autos in der Stadt angepasst werden müssen, ist ebenfalls logisch und kommt nicht plötzlich. Vorausschauendes Denken ist Voraussetzung für ein Gelingen.

Protzbau für den Marktplatz

Was geschieht bei uns im Rathaus? Man hat beschlossen, einen Protzbau am oberen Marktplatz für erst 5,1 Millionen, dann 6,8 Millionen und am Ende vielleicht zehn Millionen zu errichten – anstatt das bestehende Gebäude preisgünstig zu renovieren.

Laut dem BfB-Stadtverordneten Norbert Koller ist Bensheim eine wohlhabende Stadt, die in der Lage sein sollte, eine gute Infrastruktur für seine Bürger vorzuhalten. Wie kommt der Stadtverordnete zu einer solchen Aussage bei einer Verschuldung der Stadt von zurzeit 60 Millionen Euro und in Wirklichkeit über 150 Millionen Euro durch die Beteiligungen an mehreren Unternehmen, wie MEGB und GGEW?

Will man die Bürger blenden?

Will man uns Bürger blenden durch solch gezielte Aussagen? Am Ende müssen diesen Größenwahn wir Bürger durch gewaltige Steuererhöhungen bezahlen. Das ist die logische Folge auf das Tun dieser namentlich bekannten Herrschaften. Für die drohende hausgemachte Finanznot durch zu hohe Ausgaben werden jetzt Schuldige gesucht, wozu sich auf einmal die Kinder anscheinend hervorragend eignen.

Der Stadtrat Herr Helmut Sachwitz wird sich demnächst verabschieden und der Bürgermeister hat auch angedeutet, dass er überlegt, ob er überhaupt noch einmal kandidiert. Man hinterlässt ein Chaos.

Dem Gewissen verantwortlich

Die von uns gewählten Abgeordneten haben keinen Freibrief für ihre Entscheidungen, sondern sind ihrem Gewissen und uns Bürgern verantwortlich. Fraktionszwang ist diktatorisch und hat mit Demokratie nichts mehr zu tun, sondern mit Machterhalt zum Schaden der Bürger.

Gerade viele Fragen der Lokalpolitik haben nichts mit einer politischen Einstellung, sondern mit gesundem Menschenverstand zu tun.

Edbill Grote

Bensheim

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional