Leserbrief

Verkehr in Schwanheim

Fehlheim muss direkt an Bensheim angebunden werden

Endlich hat es fast alle Schwanheimer getroffen. Aber noch haben die wenigsten begriffen, um was es wirklich geht. Es wird gemeckert ob der verkehrsmäßigen Zumutungen. Aber keiner ist wirklich bereit, sich einzusetzen für eine Lösung, die für die meisten eine echte Lösung wäre. Auch der Ortsbeirat stimmt der Lösung der Stadt Bensheim fast geschlossen zu. Dabei sind diese Damen und Herren, bis auf eine Ausnahme, auch von den sogenannten Anliegerbeiträgen betroffen.

Die Vorgeschichte

Da die ganze Geschichte ja eine Ursache hat, muss ich etwas ausholen. Die Anwohner des Junkergartens haben offensichtlich massiven Druck auf die Stadtverwaltung ausgeübt, wegen der für die unzumutbaren Verkehrsverhältnisse. So weit, so gut. So kam die Stadtverwaltung –oder wer auch immer – auf die hervorragende Idee, die Straße „Am Falltor“ zusammen mit dem Junkergarten als Einbahnstraße zu erklären. Allerdings das „Falltor“ nicht in seiner gesamten Länge, sondern nur der Abschnitt, der mit Verbundsteinpflaster ausgebaut ist und somit äußerst ungeeignet für diese Maßnahme. Aber die Stadt hat ja immer recht und basta, es passt.

Nun solle unsere Straße (Am Falltor) grundhaft erneuert werden. Und wer wird ganz heftig zur Kasse gebeten? Na, eben die Anlieger, und zwar alle. Nicht nur die, die von der grundhaften Erneuerung betroffen sind. Anschließend soll die Einbahnstraßenregelung bestehen bleiben, auch für den Junkergarten. Das heißt, der gesamte Verkehr, mitsamt Schwerlastverkehr, wird weiterhin über Schwanheim geleitet.

In Anbetracht des Neubaugebietes, das in Fehlheim erschlossen wird, ist das für die Anlieger der Straßen Schwanheims, die man mit Anliegerbeiträgen belasten will, eine Ungerechtigkeit, die man auch als skandalös bezeichnen könnte.

Geld schon lange ausgegeben

Laut BA vom 13. März würde die Einwohnerzahl in Fehlheim um bis zu 500 Neubürger steigen. Das wären seit 1950 mehr als 200 Prozent in Fehlheim. In Schwanheim hat sich die Einwohnerzahl seit dieser Zeit um 60 Prozent erhöht.

Wenn alle diese Tatsachen für die Stadtverwaltung immer noch kein Grund sind, Fehlheim direkt an Bensheim anzubinden, dann frage ich mich, übrigens nicht erst seit heute, auf welchem Stern wir leben.

Auf der einen Seite bedient man „grenzenloses Wachstum“. Das Geld dafür hat man aber schon lange ausgegeben. Also sind die Bürger, die auch schon diverse Steuern zahlen, für die Kosten heranzuziehen. Diese Handlungsweise ist weder demokratisch noch sozial zu bezeichnen.

Die Verantwortlichen, die den Bürgern das alles einbrocken, kann man leider auch nicht wirklich zur Verantwortung ziehen. Die sind vom Gesetzgeber geschützt. Und wer schützt die Bürger?

Ilse Heil

Bensheim

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