Leserbrief

Natur

Fast nur noch dünne Stämme im Gronauer Wald

Als ehemalige Bensheimer Kernbürgerin fühle ich mich meiner Heimatstadt sehr verbunden und wandere immer wieder einmal gerne in die schöne Natur rund um Bensheim.

So machte ich mich am letzten Wochenende nach längerer Zeit wieder einmal auf den Weg von Gronau nach Schannenbach.

Ich muss gestehen, dass ich sehr erschrocken bin über die Verwüstungen in diesem Wald. Außer den normalen Wanderwegen wurden breite Abfahrtswege, die tiefe Reifenspuren hinterließen, kreuz und quer durch den Wald geschoben, um den Abtransport gefällter Bäume zu erleichtern. Die Baumkronen, das Geäst, liegen wahllos im Wald verstreut. Die Stämme sind am Wegrand fein säuberlich aufgeschichtet, zum Abtransport bereit.

Keine stattlichen Buchen mehr

Statt schöner stattlicher Buchen wachsen überall im Gronauer Wald nur noch "spargeldünne" Stämmchen. Mir ist klar, dass dieser Wald ein Wirtschaftswald ist. Es geht ums Geldverdienen. Der Träger ist die öffentliche Hand. Natürlich wird damit argumentiert werden, dass man nachhaltig arbeitet und dass die Bäume ja wieder nachwachsen.

Aber dauert es nicht 40 Jahre und mehr, bis eine "spargeldünne Buche" zu einem stattlichen Baum gewachsen ist? Was hat die Waldbesitzer dazu gebracht, in diesem Wald so zu "wüten"? Schade! Verstehe es, wer kann, ich verstehe dies nicht.

Hildegard Hillenbrand

Modautal

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