Leserbrief

Rechtsstreit

Einer Volksbank nicht würdig

Rechtsstreit um Backöfen und eine Wohnung, BA vom 18. Juni

Mit Interesse habe ich den Artikel gelesen, in dem der Umgang der Volksbank Weschnitztal mit einem Bürger, der nicht einmal Kunde der Volksbank ist, geschildert wird. Man gewinnt den Eindruck, dass die Volksbank von völlig anderen Motiven geleitet wird, als wirtschaftliche Motive zum Wohle der Volksbank und dem genossenschaftlichen Gedanken. Es ist ganz offensichtlich, dass die Volksbank Weschnitztal die Hilfslosigkeit eines älteren Menschen ausnutzt, um eigene Interessen oder Interessen Einzelner durch zusetzten, trotz Kenntnis des sehr schlechten Gesundheitszustandes des Betroffenen.

Mit noch größerem Erstaunen muss man zur Kenntnis nehmen, dass der Vorstandsvorsitzende sich dahingehend äußert, dass angeblich der Bank ein Nießbrauchrecht verschwiegen worden ist, so dass über Jahre dem Betroffenen zustehende Mieteinahmen einkassiert wurden. Die vom Vorstandsvorsitzenden geäußerte Darstellung entbehrt jeder rechtlichen Voraussetzung, da ein Nießbrauchrecht grundsätzlich im Grundbuch eingetragen wird und somit auch der Volksbank Wechnitztal, nach Einsicht in das Grundbuch, bekannt war und ist.

Hier liegt definitiv ein Abkassieren der Volksbank gegenüber einem normalen Bürger vor. Ebenfalls unverständlich ist die Tatsache, dass man jetzt gerichtlich die Räumung der Wohnung und vor allem der Backstube dem Betroffenen servierte. Dieses alles ist einer Volksbank nicht würdig und lässt erkennen, dass hinter diesen Machenschaften alles andere als sinnvolle wirtschaftliche Interessen stehen, zumal dieses kein Einzelfall ist und ich bereit bin, weitere Geschädigte anzuführen.

Bernd Tylinda

Fürth

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