Leserbrief

Klostergelände

Ein Witz, hier von Romantik zu sprechen

Super, das Klostergelände ist, trotz der herrschenden Trockenheit in Lorsch, satt grün. Das lobt eine Jury, obwohl dies nichts mit der Plakette für die Gestaltung des Klosters zu tun hat. Der Bürgermeister setzt noch eins drauf, in dem er behauptet: Wir haben keinen Wassernotstand.

Dass auf der Fläche, außer dem Kräutergarten, keine Biene Nahrung findet, übersieht die Jury und stellt anderen Kulturstätten Lorsch als Beispiel vor. Dann noch zu sagen, dies wäre romantisch, ist ein Witz. Ein romantischer Garten ist naturnah und kein Fußballfeld.

Die Bewässerung der drei Hektar Klosteranlage erfordert, für 1 mm Beregnung 30 m³ Wasser. Dass der Grundwasserspiegel auch bei uns sinkt, die Wälder sich deshalb schon jetzt beginnen zu entlauben, den Landwirten die Ernte verdorben ist, ist doch egal.

Der Odenwald liefert uns das Wasser, das wir ihnen dann wieder teuer zurück verkaufen. Wann werden die Odenwälder wach und verteidigen ihre Grundwasserrechte im Ried? Die Aussagen: „ wir haben genug Wasser in Lorsch“, „wer A sagt, muss auch B sagen“(Parkplatz Ost) erinnern mich an den amerikanischen Präsidenten: „Lorsch first“. Was dabei herauskommt, hören und lesen wir täglich.

Elmar Altenhofen

Lorsch

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