Leserbrief

ICE-Trasse

Bahnlärm muss zum Autobahnlärm addiert werden

Die Streckenplanung scheint von einem Praktikanten bei der Bahn vorgenommen zu sein: Nach dem Auftauchen unter der A 67 geht es nur einige hundert Meter oberirdisch weiter, um dann wieder in den Lorscher Wald abzutauchen. Um es höflich mit unserem ehemaligen Bundeskanzler auszudrücken: suboptimal.

Wie hoch sind die Mehrkosten, wenn die Strecke auf derselben Tiefe weitergeführt wird?

Wie bei der Rastanlage Lorsch-Ost

Zum Lärm: Es ist das bekannte Problem, das wir schon bei der Erweiterung der Rastanlage Lorsch-Ost hatten. Es wird nur die Lärmimmission durch die Bahn bei der Berechnung berücksichtigt, unabhängig von dem schon vorhandenen Lärm, also hier von der Autobahn. Wir Anwohner genießen jedoch den Summenlärm. Die Messergebnisse (äquivalenter Dauerschallpegel), die schon vor einigen Jahren durch ein zertifiziertes Institut in Lorsch vorgenommen wurden, müssen zu dem von der Bahn errechneten Dauerschallpegeln logarithmisch addiert werden.

Soweit ich weiß, ist aber leider die Gesetzeslage so, dass die Bahn so tun kann, als befände sich die Strecke allein auf weiter Flur.

Juristisch prüfen

Ob das zulässig ist, sollte gegebenenfalls juristisch geprüft werden.

Für Lorsch und Umgebung existiert ein guter Lärmkataster. Wenn die Bahn alles gebaut hat, sollte man erneut Messungen vornehmen.

Wenn dann die Messwerte den zulässigen äquivalenten Dauerschallpegel überschreiten, sollte man juristisch gegen die Bahn vorgehen und sie veranlassen, einen entsprechenden Schallschutz zu bauen. Damit könnte man auch eventuell gegenüber der Bahn bei Verhandlungen drohen.

Prof. Peter Wutsdorff

Lorsch

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