Leserbrief

Finanzwirtschaft

Arbeitskraft lieber im produktiven Gewerbe einsetzen

Aus zwei Kranken wird kein Gesunder“, 19. März

Wenn 30 000 bis 50 000 Arbeitsplätze aus einer schmarotzerhaften Finanzwirtschaft, deren Verdienste ja größtenteils aus spekulativen Kapitalverschiebungen kommen, die also reine Wertabschöpfung von der produktiven Wertschöpfung darstellen, abgebaut werden, dann kann man nicht traurig sein, sondern hoffen, dass die entlassenen Mitarbeiter ihre Arbeitskraft zukünftig im produktiven Gewerbe einsetzen.

Geld kann nicht arbeiten

Es gibt weltweit ohnehin viel zu viele Banken und zu viele unproduktive Kapitalisten, die lediglich ihr Geld für sich „arbeiten“ lassen. Geld kann aber nicht arbeiten, Geld kann nichts produzieren. Die Einkünfte aus Kapitaleinsatz sind stets schmarotzerhaft.

Geldinstitute sollten das Kapitalvermögen ihrer Klientel nicht durch Einbehaltung von Zinsen und die Entnahme weit überhöhter Managergehälter schmälern, sondern für die sichere Verwahrung und eine sinnvolle Logistik des Kapitalverkehrs sorgen, wofür sie angemessene „Aufwandsentschädigungen“ in Rechnung stellen dürfen.

Es ist doch total unlogisch, wenn für die Umbuchung von zehn Euro ein Euro (Zinsen) berechnet wird, wohingegen der selbe Arbeitsaufwand für die Weiterleitung von 100 000 Euro mit 10 000 Euro (Zinsen) bezahlt werden muss.

Zinsen und Provisionen sind maßgeblich mitverantwortlich für Inflation.

Zinsen und Provisionen sind durch Gebührensätze zu ersetzen, die etwa der Bezahlung von Bürokräften mit ähnlichem Arbeitsaufwand entsprechen.

Arno Meyer

Heppenheim

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