Leserbrief

Schwanheim

Am Falltor nicht für Durchgangsverkehr geeignet

Zur Verkehrssituation in Schwanheim: Auslöser ist unserer Meinung nach das geplante Pendlerviertel in Fehlheim. Nachdem sich herausstellte, dass die Feldwege aus statischen Gründen ungeeignet für den Schwerverkehr (Lieferbeton-Fahrzeuge) waren, kam nur ein Zugang durch die engen, für den Schwerverkehr ungeeigneten Straßen infrage.

Ein erster Lastplattenversuch hatte ergeben, dass die Straße Am Falltor für eine Durchfahrtsstraße ungeeignet ist. Als Erstes wurde dieser Versuch infrage gestellt. Andere Versuche hätten das Gegenteil bewiesen. Bei einer Bürgerversammlung Am Falltor wurde Frank Daum vom KMB gefragt, welcher Art diese Versuche gewesen seien. Darauf wusste er keine fachmännische Auskunft, eine Einbahnregelung wurde durchgesetzt.

Die vorhandenen Verkehrsschilder wurden umgeändert. Die Verbotsschilder „Lkw über 7,5 Tonnen“ mit dem Hinweis „Anlieger frei“ versehen. Eine Kontrolle des Schwerverkehrs, ob Anlieger oder nicht, unmöglich. Bei einer Ortsbeiratssitzung am 28. Januar war dann auch die Verkehrssituation Thema.

Wegen Kanalarbeiten ist die Rohrheimer Straße für die Durchfahrt gesperrt, ebenso die Durchfahrt Rodau. Als Verbindung nach Fehlheim wälzt sich nun der gesamte Verkehr durch die dafür ungeeignete, enge Straße Am Falltor. Die Straße hält diesem Verkehr nicht stand.

„Wurden Bürger belogen?“

Ein Grund mehr, die Straße auf Kosten der Anlieger zu sanieren. Einmal mehr wurden die Bürger belogen, als man versuchte, ihnen zu erklären, die Straße sei als Durchgangsstraße geeignet. Auf eine Frage während der Versammlung an Herrn Daum, ob ein Leistungsverzeichnis der auszuführenden Arbeiten vorliegen würde, aus dem man sich ein Bild machen könnte, welche Kosten auf uns zukommen, und das Auskunft über einige technische Fragen zum Ausbau der Straßen gibt, gab es die Antwort, dass diese Arbeiten insgesamt einem Ingenieurbüro übergeben worden seien. Für was brauchen wir da noch ein Bauamt.

Die Kostenfragen zur grundhaften Sanierung sorgten noch einmal für mächtige Aufregung. Da redet die Stadt von einem Anteil der Kosten für die Anlieger von 25 Prozent. Von welcher Summe, weiß man noch nicht. Die Stadt besteht auf der Belastung der Anlieger. Dabei sind die Anlieger die wenigsten Benutzer der Durchfahrtsstraßen.

Außerdem bezahlen wir seit Jahren Grundsteuer und andere für den Verkehr gedachte Steuern. Wieso ist es möglich, dass Bayern und andere Bundesländer keine Anliegerkosten verlangen?

In Europa ist Deutschland der einzige Staat, in dem die Bürger so geschröpft werden. In Bensheim sind bei verschiedenen Baudenkmälern eine Million Mehrkosten kein Problem. Man bürdet die Kosten sowieso dem Bürger auf. Dass sich im Land immer heftigerer Widerstand bildet, dürfte selbst unseren schwerfälligen Behörde längst aufgegangen sein. Wen vertreten die eigentlich noch?

Willi Heil

Ilse Heil

Klaus Vatter

Karl-Heinz Pfleger

sowie weitere Anlieger

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional