Leserbrief

Finanzen

6,8 Millionen und kein Ende beim Haus am Markt?

„Finanznot ist durch zu hohe Ausgaben hausgemacht“, Leserforum vom 13. März

Wenn es zutrifft, was der Leserbriefschreiber über die Verschuldung der Stadt und „die logische Folge auf das Tun“ der Endscheider beschreibt, dann ist es richtig, dass letztlich die Bürger den so trefflich bezeichneten „Größenwahn“ zu zahlen haben. Und dann „vor Finanznot wegen steigender Kosten für Kinderbetreuung“ zu warnen, das schlägt dem Fass den Boden aus.

Stornieren sie endlich ihr Bauvorhaben am Marktplatz. Überlegen sie sich, wie sie dieses Gebäude im Sinne einer sinnvollen kosten- und preisgünstigen Variante zum Vorteil dieses Ortes erhalten können. Aktuelle Beispiele gibt es doch.

Gesamtes Umfeld berücksichtigen

Und: Suchen sie nicht die Schuldigen bei denen, die sie als Wähler einmal dringend brauchen – den heranwachsenden Kindern.

Wenn Wohnraum geschaffen wird, und der ist dringend notwendig, dann ist eben auch das gesamte Umfeld zu berücksichtigen. Dazu gehören Kinderbetreuungsplätze und die gesamte Infrastruktur. Hier sind die Millionen ganz bestimmt besser angelegt. Aber das vorausschauende Denken scheint nicht überall vorhanden zu sein.

Denn von Finanznot zu sprechen und gleichzeitig einen „Protzbau für den Marktplatz“ hinzustellen, bei dem nicht annähernd logisch bisher begründet wurde, was dieses Gebäude bringen soll, ist schlicht und ergreifend unverantwortlich. Oder glaubt man allen Ernstes, dass das Café Extrablatt den Platz belebt? Es sind die Menschen, die ihn beleben und bereits bei vielen Veranstaltungen belebt haben.

Irgendwann aber werden einige Endscheider das sinkende Schiff verlassen – das konnten wir ja nicht wissen – schufen eine weitere unbelebte Bauruine und berufen sich dann vielleicht noch auf die damals getroffene Entscheidung durch die Mehrheit der vom Volke gewählten dem Fraktionszwang unterliegenden Abgeordneten.

Klaus Straub

Einhausen

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