Bergstraße

Kommentar

Banken: Kein Geld für Kommunen, Genossen, Aktionäre

Es ist ärgerlich aber richtig. Den jährlichen Scheck von der Sparkasse aus der Gewinnausschüttung wird es für Städte und Gemeinden dieses Jahr nicht mehr geben. Ähnlich geht es den Genossen der Volks- und Raiffeisenbanken. Sie werden auf ihre in der Vergangenheit ansehnliche Rendite ihrer Anteile verzichten müssen. Gleiches gilt für Aktionäre von Großbanken. Ob sich das nächstes Jahr ändert, ist mehr als fraglich. Denn die europäische Bankenaufsicht betont dieser Tage erneut recht deutlich, wie wichtig es ist, dass sich die Banken wappnen. Wenn Ende dieses Jahres öffentliche Hilfsprogramme, Stundungen und Kapitalspritzen an Unternehmen auslaufen, wird sich zeigen, wie stark die Corona-Krise die Wirtschaft getroffen hat. Firmenpleiten gehen dann mit Kreditausfällen einher, die wiederum die Kapitalpuffer der Banken auffressen könnten. Erst Anfang nächsten Jahres dürften die Banken Klarheit über ihre tatsächliche Lage haben. Dann müssen die Puffer erstmal wieder aufgefüllt werden, bevor wieder Ausschüttungen verteilt werden können. Das wird bei in der Vergangenheit solide geführten Banken und Sparkassen schneller gehen, bei anderen langsamer.
 
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