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Auch junge Flammen entfachen das Feuer

Archivartikel

Einen regelrechten Hype erzeugt seit einigen Jahren die weibliche Handball Spielgemeinschaft Bensheim/Auerbach, bekannter noch unter dem Namen „Flames“. Durch den Aufstieg der Damenmannschaft in die erste Bundesliga verbucht die Handballabteilung einen rasanten Zuwachs im weiblichen Jugendbereich.

Während bereits die Kleinsten, genannt „Minis“, wöchentlich Schnuppergäste willkommen heißen, ebbt der Zugang auch bei den älteren Mannschaften (C, B, A-Jugend) nicht ab. Viele Talente - im Umkreis bis zu 100 Kilometern - nehmen mit ihren Eltern 2-3mal die Woche lange Fahrten in Kauf, um Teil dieser Gemeinschaft zu sein, mit dem großen Ziel, eines Tages die Halle als Bundesligaspielerinnen betreten zu können.

„Natürlich erhoffe ich mir in Bensheim mehr Chancen“, so die 14jährige Melanie Vidakovic, die vor zwei Jahren von Bensheimer Verantwortlichen gesichtet wurde, so von Dornheim nach Bensheim wechselte und nun von der Bergstraße nicht mehr wegzudenken ist.

Diese Ambitionen erkannte der Handballverein recht schnell und ergriff eine Reihe von Maßnahmen, um die jungen Talente zu fördern. Hierzu zählen bis zu vier Trainingseinheiten in der Woche, unter anderem auch Frühsport, der noch vor der ersten Unterrichtsstunde stattfindet.

Pluspunkte hierbei sind die hohe Anzahl der zur Verfügung stehenden Sporthallen, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren.

Um diese Talentschmiede zu erweitern wurde jüngst die Flames-Handballakademie gegründet. aus dem ehemaligen Hotel Hans entstand eine Handballherberge, in der aktuell sieben Spielerinnen im Alter von 14-19 Jahren lebe, die aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands herzogen. „Ich fühle mich hier richtig wohl“, so die 15jährige Neele Orth aus Grenzach-Wyhlen bei Basel. „Klar vermisse ich meine Familie und Freunde und ganz schlimm ist immer der Abschied nach einem Besuch zu Hause, aber da die Akademie inzwischen wie eine Familie ist, mit der ich abends zusammen sitze und über alles reden kann, ist der Kummer auch schnell verflogen.“

Der Fleiß dieser beachtlichen Jugendarbeit zahlt sich aus. Gerade bekam die HSG Bensheim/Auerbach das HBF-Jugendzertifikat als Auszeichnung für ihre herausragende Jugendarbeit

Erin Yildirim, AKG

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