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Unfall-Gefahr durch Überladung

Archivartikel

Urlauber nehmen gerne viel Zeug mit. Experten wissen, wie viel Gepäck in ein Auto geladen werden darf und ab wann es gefährlich wird. Bei einem überladenen Fahrzeug drohen einerseits saftige Bußgelder oder sogar das vorzeitige Ende der Urlaubsfahrt. In jedem Fall aber ist die Überladung ein Sicherheitsrisiko, sagen Fachleute von Dekra.

"Zu den größten Gefahren eines überladenen Autos zählt der längere Bremsweg", sagt Thomas Gut, Unfallsachverständiger bei Dekra. In der Folge steige die Unfallgefahr in Gefahrensituationen deutlich an. "Auch das Risiko, in Kurven und beim Spurwechsel ins Schleudern zu geraten, nehme zu. In solchen Situationen könne das Fahrzeug schneller ausbrechen und instabil werden. "Wegen der geringeren Beschleunigung werden auch Überholmanöver leicht zu einem Vabanque-Spiel."

Damit das Fahrzeug nicht unter zu viel Gewicht in die Knie geht, empfehlen die Experten, die erlaubte Zuladung zu ermitteln. In der Kompaktklasse liegen die Werte aktuell meist zwischen 350 und 550 Kilogramm. Genaue Informationen liefert der Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil 1: Unter Punkt F.2 findet man die zulässige Gesamtmasse (zum Beispiel 2.100 kg). Zieht man davon die Leermasse unter G (zum Beispiel 1.645 kg) ab, erhält man die erlaubte Zuladung (im Beispiel 455 kg).

Den so ermittelten Wert darf das gesamte Gewicht aller Gepäckstücke samt Heck- oder Dachträger, Fahrrädern etc. sowie das Gewicht der Mitfahrer nicht überschreiten. In der angegebenen Leermasse schon enthalten sind dagegen 75 kg für das Gewicht des Fahrers sowie Bordwerkzeug, Verbandkasten, Warndreieck und ein zu 90 Prozent gefüllter Tank.