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Jaguar I-Pace eTrophy: Weltpremiere für Elektro-Cup-Racer

Archivartikel

Jetzt ist die Raubkatze endgültig aus dem Sack: Ab der Saison 2018/19 wird im Rahmen der elektrischen Rennserie Formel E der erste Marken-Cup mit rein elektrischen Rennfahrzeugen stattfinden. Das strombetriebene Rennvehikel: Der Jaguar I-Pace eTrophy. Damit wird ein Markenpokal mit einer leicht modifizierten Version des neuen Performance-SUV von Jaguar offizielle Support-Serie der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. Formel E-Gründer und -CEO Alejandro Agag saß im Rahmen des Berlin ePrix für fünf heiße Rennrunden am Steuer des I-Pace eTrophy und war sichtlich angetan vom Potenzial des Elektro-Renners.

Das Setting zur Weltpremiere des neuen Cup-Elektroautos hätte kaum besser sein können, denn erstmals wurde der Berlin e-Prix live von der ARD übertragen. Und so vermittelte sich die Faszination der Formel E einem Millionenpublikum. Im Rahmen dieses vielbeachteten Rennens auf der Rennstrecke Tempelhof im Herzen Berlins setzte sich der spanische Formel E-Gründer Alejandro Agag für fünf schnelle Runden hinters Steuer des künftigen Cup-Autos Jaguar I-Pace eTrophy. Somit erlebte das TV-Publikum live auch gleich die Rennstrecken-Premiere des elektrisch betriebenen Performance-SUV mit.

Seriengründer Alejandro Agag nach seiner ersten beherzten Testfahrt im Jaguar I-Pace eTrophy: "Der Wagen fühlte sich großartig an. Die Formel E soll einem breiteren Zielpublikum neue innovative Technologien näherbringen, und die neue Jaguar I-Pace eTrophy ist zu diesem Zweck die perfekte Ergänzung zur Formel E. Ich freue mich schon, zu Beginn der neuen Saison ein ganzes Feld dieser Autos am Start zu sehen."

Passend zur ABB FIA Formel E, deren offizielle Supportserie sie sein wird, ist die Jaguar I-Pace eTrophy ebenfalls eine komplett elektrisch betriebene Rennserie - zugleich die erste ihrer Art mit rein elektrisch angetriebenen Produktionsfahrzeugen. Starten wird die Trophy mit Beginn der Saison 2018/19. Dann werden bis zu 20 Jaguar I-Pace eTrophy auf spektakulären Straßenkursen etwa in New York, Rom, Berlin oder Paris gegeneinander antreten. Zuständig für den Aufbau und die Vorbereitung aller Cup-Fahrzeuge wird die hauseigene Tuning-Marke Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations (SVO) sein.

Der elektrische Jaguar-Marken-Cup stellt allen Teilnehmern ein sogenanntes "Arrive and Drive"-Paket zur Verfügung mit professioneller Rundumbetreuung. Darin enthalten sind unter anderem: Vorbereitung des Einsatzwagens, Auswertung der Telemetriedaten, globale Fahrzeuglogistik, Ersatzteile bis hin zur Rennbekleidung für jeden Fahrer. Ein Rennwochenende der künftigen I-Pace eTrophy umfasst ein freies Training, das Qualifying und ein Rennen über 25 Minuten plus eine Runde.

Ohne Zweifel kann die neue Serie nicht nur die Attraktivität der Formel E steigern und den neuen, wegen seiner dynamischen Auslegung "Performance-SUV" genannten I-Pace bekannter machen. Vielmehr soll auch hierbei ein Technologie-Transfer zwischen Rennen und Serienproduktion stattfinden. Dies bekräftigte jedenfalls bei der eTrophy-Weltpremiere Gerd Mäuser, Chairman des Formel E-Rennteams Jaguar Racing: "Jaguar Land Rover hat sich dem Ausbau der Elektromobilität und der Entwicklung batterieelektrisch betriebener Fahrzeuge verpflichtet. Wir haben bereits wichtige Erkenntnisse aus unseren Formel E-Einsätzen in die Entwicklung zukünftiger Serienmodelle einfließen lassen. Und ohne Zweifel wird die Jaguar I-Pace eTrophy diesen Lernprozess und den Technologietransfer weiter beschleunigen."

Die Fahrzeuge der Jaguar I-Pace eTrophy werden relativ seriennah sein: Mit 325 kW/442 PS liegt die Leistung ein Stück höher als beim käuflichen Jaguar I-Pace (294 kW/400 PS), der als erstes elektrisches Serienfahrzeug der Marke im Spätsommer Marktstart feiern wird zu Preisen ab 77.850 Euro. Damit beschleunigt das Cup-Auto noch vehementer von null auf 100 km/h als der Serien-I-Pace (in 4,2 statt 4,8 Sekunden), ist jedoch auf maximal 195 km/h begrenzt (200 km/h). Der Batteriesatz ist mit 90 kWh Kapazität identisch. 2016 war Jaguar als erster Premium-Hersteller in die Formel E eingestiegen und lag damit vor nachfolgenden Automarken wie Audi, BMW und Porsche. Die ständig steigende Präsenz solcher großen Hersteller dürfte die Attraktivität und Massenwirksamkeit der Formel E ebenso weiter steigern, wie deren neue Supportserie Jaguar i-Pace eTrophy.

Ralf Schütze / mid