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Im Test Den neuen Hyundai Ioniq gibt es als Hybrid-, Elektro- und Plug-in-Hybrid-Variante

Eine Baureihe unter Spannung

offenbach.Der Autohersteller Hyundai hat die effiziente Dreier-Kette ins Spiel gebracht. Aus der neu entwickelten fünftürigen Fließhecklimousine Ioniq machen die Koreaner nämlich gleich drei Modelle mit unterschiedlichen alternativen Antriebssystemen. So rollt der Ioniq im südkoreanischen Ulsan, dem größten Automobilwerk der Welt, als Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und reine Elektro-Variante vom Band. Eine im wahrsten Sinne des Wortes spannende Baureihe.

Das Hybrid-Modell mit einer Systemleistung von 141 PS kam als erstes auf den Markt. Die rein Batterie-betriebene Elektro-Ausgabe mit einer Leistung von 120 PS folgte. Das Trio komplettiert der Plug-in-Hybrid, der in diesem Monat die Verkaufshäuser erreicht. Der Name des Autos ist Programm. Er weist auf das zukunftsorientierte Fahrzeugkonzept hin. Dabei bezieht sich "Ion" - ein elektrisch geladenes Atom - auf den elektrischen Antrieb. "Iq" leitet sich vom englischen Wort unique (einmalig) ab.

Wir haben den Hyundai Ioniq Hybrid getestet. Äußerlich unterscheiden sich die drei Modelle nur in Nuancen. Insgesamt präsentiert sich der Ioniq als windschnittiger, schicker Wagen. Die Keilform steht ihm. Form und Funktion stehen sich nicht rivalisierend gegenüber. Das Fließheck mit der großen, weit öffnenden Heckklappe vermittelt Dynamik.

Der Innenraum gibt sich funktional, schlicht und hochwertig. Die einzelnen Materialien sind bestens verarbeitet. Bis zu fünf Insassen können entspannt mitreisen. Ihnen steht ein Kofferraum zur Verfügung, der ein Ladevolumen von 443 Litern aufweist. Bei umgelegter Rücksitzbank erhöht sich der Wert auf bis zu 1505 Liter. Im C-Segment ist das kein schlechter Wert.

Im Hybrid-Modell arbeiten ein Verbrennungs- und Elektromotor zusammen mit einem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Moderne Lithium-Polymer-Akkus versorgen den 44 PS starken Elektromotor. Der Autohersteller gibt an, dass je nach Akkuladung der Ioniq bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h nur mit elektrischer Energie fahren kann. Diesen ehrgeizigen Wert haben wir jedoch nicht erreicht. Schon weit vor dieser Marke schaltete sich der 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer (105 PS) ein. Er ist auch da, wenn der Fahrer intensiv beschleunigt bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Und im Gegensatz zu anderen Hybrid-Modellen ist dieser Vorgang nicht mit überdurchschnittlicher Lautstärke verbunden. Wunderbar unaufgeregt arbeitet auch die automatische Doppelkupplung. Bei diesem modernen Auto wirkt einzig die mechanische Fußfeststellbremse antiquiert.

Den durchschnittlichen Verbrauch gibt das Werk mit 3,4 Litern pro 100 Kilometern an. Es war eigentlich abzusehen, dass wir diesen Wert nicht erreichen würden. Zuweilen waren es zwei Liter mehr pro 100 Kilometer. Der Hyundai Ioniq Hybrid kostet in der untersten Ausstattungsstufe Trend 23 900 Euro. Die Elektro-Variante kommt auf mindestens 33 300 Euro.

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