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Im Test Das Crossover-Modell von Kia wirkt nach der Überarbeitung noch kraftvoller / Neue Sicherheitstechnik an Bord

Der Soul zeigt Kante

frankfurt/Main.Es gibt Autos, die heben sich aus der Masse heraus. Solch ein auffälliges Modell ist auch der Kia Soul. Dabei steigert nicht etwa eine PS-intensive Motorisierung samt entsprechender Akustik die Aufmerksamkeit des Betrachters. Beim Soul steht allein die Form im Fokus. Seit seiner Markteinführung im Jahre 2009 gleicht der Koreaner einem Kasten. Dies wurde weder bei der zweiten Generation im Jahre 2014 noch bei deren aktueller Überarbeitung geändert. Warum eigentlich auch, hat doch der Autohersteller sowohl mit der ersten als auch der zweiten Modellgeneration einen Designpreis gewonnen.

Der Auftritt des kantigen Koreaners wirkt jetzt aber noch kraftvoller. Stoßfänger und Kühlergrill wurden überarbeitet und silberfarbener Unterfahrschutz vorne wie auch hinten montiert. Die Absicht ist klar. Der Autohersteller will den SUV-Charakter unterstreichen. Zusätzlich hat man dem aktuellen Soul neue Sicherheits-, Komfort- und Infotainment-Technologien spendiert. Und neben weiteren Karosseriefarben kann auch eine Zweitonlackierung gewählt werden. Beispielsweise "Mysterious Blue Metallic" mit weißem Dach. Sieht echt schick aus.

Der großzügige Innenraum bietet sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe ausreichend Platz. Da muss kein Passagier um seine Frisur oder die Knie bangen. Auch das stilvolle Design sowie die Verarbeitung der Materialien gefallen. Auffällig sind die Hochtöner über den Lüftungsdüsen im Armaturenbrett. Wer auf Reisen geht, dem steht ein Gepäckraum mit einem Volumen von 354 Litern zur Verfügung. Das sind 14 Liter mehr als beim Vorgänger. Nach Umklappen der Rücksitzlehne steigt der Wert auf bis zu 1367 Liter. Ein praktisches Detail ist die portable Gepäckraumleuchte.

Nach einem bequemen Einstieg genießen der Fahrer und seine Mitfahrer einen guten Rundumblick. Sie bewegen sich auch im Soul immer sicherer. Dazu tragen der Spurwechsel- und der Spurhalteassistent, der Querverkehrwarner (Serie in der Topversion), das obligatorische ESP nebst ABS, der Bremsassistent oder die Berganfahrhilfe bei.

Zwei Benziner und ein Diesel

Unter der Motorhaube arbeiten wahlweise zwei Benziner (132 und 204 PS) sowie ein Diesel (136 PS). Der neue Turbobenziner 1.6 T-GDI, der serienmäßig mit einem effizienten 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet ist, leistet 204 PS. Das Aggregat beschleunigt den Soul in 7,8 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer bis auf eine Spitze von 196 km/h. Der Kia Soul 1.6 T-GDI ist recht flott unterwegs, aber noch lange kein Dynamikwunder.

Den Verbrauch gibt das Werk mit durchschnittlich 6,9 Litern an. Bei den Testfahrten genehmigte sich der Koreaner im Schnitt zwei Liter mehr. Der Kia Soul 1.6 T-GDI Turbo mit Doppelkupplungsgetriebe DCT kostet 28 640 Euro. Der Einstiegspreis liegt bei 17 240 Euro.

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