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Bremsflüssigkeit regelmäßig wechseln

Archivartikel

Vor dieser Schrecksekunde haben viele Autofahrer Angst: Nämlich vor dem Tritt ins Leere, wenn sich das Bremspedal ohne Widerstand durchtreten lässt und die Bremswirkung ausbleibt. Oft steckt hinter diesem Szenario die Bremsflüssigkeit. Denn je nach Art und Dauer der Beanspruchung kann sie ihre Eigenschaften verändern und damit ihre eigentliche Funktion verlieren.

Je mehr Wasser im Laufe der Zeit ins Bremsflüssigkeits-System gelangt ist, desto schneller wird der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit erreicht. Das kann zu Dampfblasen und damit im schlimmsten Fall zum Totalausfall der Bremsanlage führen. Deshalb empfehlen die Experten von ZF Aftermarket, die Flüssigkeit regelmäßig zu wechseln. Die Hersteller raten bei DOT-3-Bremsflüssigkeiten, die häufig in älteren Fahrzeugen zu finden sind, zu einem jährlichen Wechsel und für DOT 4 und DOT 5.1 zu einem Wechsel spätestens nach zwei Jahren.

Neue Bremsflüssigkeit hat laut der ZF-Experten einen Wassergehalt von etwa 0,05 Prozent. Über die Jahre kann sich dieser Wert deutlich erhöhen. Erreicht er die 3-Prozent-Marke, was nach der Betriebsdauer von rund zwei Jahren passiert, sinkt der Siedepunkt auf unter 180 Grad Celsius. Spätestens dann raten Fachleute zu einem sofortigen Austausch. Liegt der Siedepunkt zwischen 180 und 190 Grad, sollte der Austausch innerhalb von drei Monaten erfolgen.