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Schwerer Unfall auf der A 3: Mit Zement beladener Silozug kam nach Reifenplatzer auf die Gegenfahrbahn und prallte mit Dienstfahrzeug der Bereitschaftspolizei zusammen

Zwei Polizisten starben im Autowrack

Stundenlang gesperrt war die A 3 zwischen den Anschlussstellen Wertheim und Helmstadt nach einem schweren Unfall, bei dem am späten Donnerstagabend zwei Polizeibeamte starben.

© Diem

In diesem Bus der Bereitschaftspolizei Würzburg starben bei dem schweren Unfall auf der A 3 zwei Beamte.

Unfallursache war nach Erkenntnissen der Polizei ein geplatzter Reifen an einem mit Zement beladenen Silozug, der bei dem Unfall umstürzte.

Wertheim/HELMSTADT. Bei einem Verkehrsunfall auf der A 3 sind am Donnerstagabend zwischen den Anschlussstellen Wertheim und Helmstadt zwei Polizeibeamte getötet worden. Ein weiterer Polizist und eine Polizistin kamen wie ein Lkw-Fahrer mit leichteren Verletzungen davon. Ein Sattelzug hatte die Mittelleitplanke durchbrochen und war auf der Gegenfahrbahn mit dem VW-Bus der Polizei kollidiert.

Ein aus mehreren Fahrzeugen bestehender Zug der Bereitschaftspolizei Würzburg war nach einem Einsatz in Aschaffenburg auf der Rückfahrt nach Würzburg. Gegen 19.30 Uhr hatte der Fahrer eines Sattelzugs, der in Richtung Frankfurt unterwegs war, die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und die Mittelleitplanke durchbrochen.

Nach den Erkenntnissen der ermittelnden Beamten platzte an dem mit Zement beladenen Silozug der linke vordere Reifen. Dadurch sackte der Zug nach links ab und steuerte in die Mittelleitplanke. Diese durchbrach der Lkw und stieß auf der Richtungsfahrbahn Würzburg mit dem mit drei Beamten und einer Beamtin besetzten Dienstfahrzeug der Würzburger Bereitschaftspolizei zusammen, das auf der linken Spur unterwegs war. Der von dem Lkw geladene Silotank kippte auf den VW-Bus, wobei der 23-jährige Fahrer und ein zwei Jahre älterer Beamter, der hinter ihm saß, von dem niedergedrückten Fahrzeugdach eingeklemmt und getötet wurden. Eine 24-jährige Beamtin und 25-jähriger Polizist kamen mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus. Auch der Fahrer des Silozuges aus Baden-Württemberg kam leicht verletzt in eine Klinik.

Der Lkw rutschte nach dem Zusammenstoß über die komplette Richtungsfahrbahn Nürnberg und kam entgegen der Fahrtrichtung im Straßengraben zum Stehen gekommen. Der von der Ladepritsche gefallene Silotank lag hinter dem Lkw auf der Fahrbahn.

Ein Autofahrer aus Duisburg, der hinter dem Dienstauto der Polizei unterwegs war, konnte einen Zusammenstoß mit dem Lkw nur dadurch vermeiden, dass er seinen Audi gegen die Mitteleitplanke lenkte. Der Mann am Steuer und seine Beifahrerin kamen mit dem Schrecken davon. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von rund 150 Metern.

Die beiden getöteten Polizisten wurden von den Feuerwehren Wertheim, Waldbrunn, Uettingen und Helmstadt aus dem total zerstörten Dienst-Pkw geborgen. Für die Versorgung und den Transport der Verletzten hatte die Rettungsleitstelle vier Rettungsfahrzeuge, zwei Notärzte und einen Einsatzleiter Rettungsdienst an die Unfallstelle entsandt. Darüber hinaus waren auch Notfallseelsorger vor Ort, die sich um Zeugen und Einsatzkräfte kümmerten.

Die A war in Richtung Würzburg bis 3 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Marktheidenfeld abgeleitet. In Richtung Frankfurt war die Autobahn über den Standstreifen befahrbar.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 28.01.2012

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