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Spitz-Kick:

Das freut und motiviert uns

Archiv-Artikel vom Freitag, den 10.06.2016

Von Uwe Bauer, Paul von Brandenstein und Michael Fürst zum besonderen Anlass der Sportkolumne

© Repro: FN
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Heute erscheint ausnahmsweise an einem Freitag ein "Spitz-Kick". Der Grund ist speziell, aber recht simpel: Heute wird die Fußball-EM in Frankreich eröffnet. Und vor zehn Jahren, zum Eröffnungsspiel der Fußball-WM in Deutschland, gab es den ersten "Spitz-Kick". Wir feiern also gewissermaßen unseren zehnten Geburtstag.

Wir haben uns aber entschlossen, nicht Franz Beckenbauer um ein Grußwort zu bitten oder dass uns der DFB-Präsidenten Reinhard Grindel honorige Worte schickt, die wir hier selbstbeweihräuchernd abdrucken. Wir wollen ganz nüchtern ein wenig zurückblicken auf insgesamt 304 "Spitz-Kicks". Ja, so viele waren es tatsächlich, und da wir aus der Sportredaktion ein wenig schlampig mit "Abheften" waren, haben wir zuletzt den einen oder anderen Praktikanten "benutzt" und ihn ins dunkle und muffige Archiv geschickt, um die die Statistik auf Vordermann zu bringen.

Dass die "Spitz-Kicks" der Frühzeit von uns nicht archiviert wurden, ist allerdings nicht nur unserer der Liederlichkeit geschuldet, sondern Teil der Geschichte, denn: Eigentlich war vorgesehen, dass diese Kolumne nur während der Fußball-WM 2006 erscheinen soll, und zwar täglich. Das haben wir auch deshalb geschafft, weil sich alle Redaktionsmitglieder daran beteiligt haben - nicht nur die "Sportler". Am 8. Juli, am Tag vor dem Finale, erschien also der eigentlich letzte "Spitz-Kick".

Allerdings war die Resonanz der Leser überwältigend. Telefonisch, per E-Mail oder im persönlichen Gespräch wurden wir dazu animiert, diese Kolumne weiter zu führen. Diesem Wunsch sind wir dann wieder am Samstag, 26. August, nachgekommen, weil wir uns entschlossen hatten, den "Spitz-Kick" stets in den Monaten, in denen der Amateurfußball läuft, zu veröffentlichen - also: Von Ende August bis Anfang Dezember und von Anfang März bis Ende Mai/Anfang Juni.

Und seit dem läuft's sozusagen. 15 verschiedene Autoren haben "die Spalte" bisher mit Leben erfüllt. Sämtliche Themen wurden behandelt: Es ging um Schiedsrichter, die Leiden von Spielerfrauen, um die Auswüchse des Profifußballs und, und, und... Selbst ein "Interview mit Goethe" war dabei. Ein besonderes Anliegen ist es uns, stets die Kuriositäten und den alltäglichen "Wahnsinn" der Amateurkicker in all seinen Facetten zu beleuchten.

Manchmal liegen die 108 zu füllenden Zeilen wie eine endlos große Fläche vor einem. Es will und will einem nichts einfallen. Man quält sich von Satz zu Satz, tippt, löscht, tippt, löscht und tigert gedankenversunken um den Schreibtisch. Ein anderes Mal flutscht es: Man hat einen Gedanken im Kopf, trägt diesen einige Tage mit sich herum, dann kommt die Initialzündung - und zack: die Spalte ist binnen 20 Minuten gefüllt.

Wie auch immer. Wir erhalten, auch zehn Jahre nach der "Geburt" fast nach jeder Veröffentlichung eine Resonanz; das freut und motiviert uns zugleich. Schön sind die Reaktionen dann, wenn die Themen polarisieren: Die einen finden den FC Bayern "be....issen", die anderen lieben ihn mehr als die eigene Frau. Da muss sich der Autor am Samstag beim Bäcker schon mal ein paar launige Worte anhören. Doch das gehört dazu und zeigt uns: der "Spitz-Kick" wurde schon gelesen - und wird das hoffentlich auch in den nächsten zehn Jahren.

Ihre Sportredaktion

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 10.06.2016
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