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Adler Mannheim:

Mitchells Mission

Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

Bald sind sie wieder vereint. Am Dienstag und Mittwoch kehren auch die nordamerikanischen Eishockey-Profis nach Mannheim zurück. Obwohl mit der Vorbereitung knallharte Wochen auf die Adler warten, steigt die Vorfreude auf die neue Saison von Tag zu Tag. Erstmals aufs Eis geht es am 6. August um 10 Uhr.

Mannheim. Die deutschen Spieler haben ihre "Dampfmacher" Martin Müller und Daniel Müssig, die Jungs aus Nordamerika ein ausgeklügeltes Trainingsprogramm für den Sommer mit auf den Weg bekommen. Wenn Adam Mitchell, Kenny Magowan, Steve Wagner & Co. in dieser Woche in Mannheim ankommen, werden die Karten auf den Tisch gelegt.

Spätestens bei den Tests im Heidelberger Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar gibt es eine Antwort auf die Frage, wer seine Hausaufgaben bestens erledigt hat - und wer gegebenenfalls noch ein wenig nachbessern muss. "Ich mache mir über den konditionellen Zustand der Spieler keine Sorgen. Alle Rückmeldungen, die ich bislang bekommen habe, waren sehr positiv. Sie sind fit", sagt Manager Teal Fowler, der sich besonders über eine Nachricht von Torhütertrainer Brian Daccord freute: "Als Felix Brückmann bei ihm in Boston im Camp eingetroffen ist, hat er mich sofort angerufen und gesagt, dass sich Felix in Topform befindet. Brian traut ihm einen weiteren Leistungssprung zu", verteilt der Manager Vorschusslorbeeren.

Doch auch andere wollen nicht geschludert haben. "Ich war beim Sommertraining zwar auf mich alleine gestellt, aber das macht mir nichts aus. Ich habe mich streng an das Programm von Martin und Daniel gehalten", betont Adam Mitchell, dessen Flieger aus Kanada am Mittwoch in Frankfurt landen wird. Der 31-Jährige weiß auch, welches Stündlein geschlagen hat, sollten die beiden Konditionstrainer nicht zufrieden sein. "Sie scheuchen uns in der Vorbereitung schon ganz schön. Aber da wir alle unser Pensum abgespult haben, wird es wenigstens keine Folter für uns werden", sagt er und lacht.

Die freie Zeit im Sommer genoss Mitchell mit seiner kleinen Familie in vollen Zügen. Natürlich verfolgte er auch die Transferaktivitäten des Klubs. "Ich kenne Doug Janik zwar nicht persönlich, bislang habe ich aber nur Gutes von ihm gehört", berichtet er über den Defensiv-Allrounder. Über die neue Nummer eins hat er mehr zu erzählen: "In meinen ersten Jahren in Deutschland habe ich mit Dennis Endras zusammen in Landsberg in der Oberliga gespielt. Er ist ein großartiger junger Torhüter, der alles gibt, um mit seinem Team Erfolg zu haben. Das ist auch meine Mission." Kenny Magowan, der bereits einen Tag vor Mitchell in Mannheim ankommen wird, sieht das ähnlich: "Janik und Endras sind nicht nur tolle Eishockey-Spieler, sondern auch gute Typen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir mit Mirko Höfflin und Dominik Bittner starke Talente dazubekommen haben."

Mitchell ist froh, dass die neue Runde wieder jede Menge Abwechslung bringen wird. "Die European Trophy ist einfach ein großartiges Turnier. Es macht viel Spaß, auch mal gegen Mannschaften aus anderen Ländern mit anderen Systemen zu spielen. Diesmal will ich die Endrunde beim Red Bull Salute erreichen", sagt der Rechtsschütze, der sich auch schon die Zeit zwischen den Jahren dick im Kalender angestrichen hat: "Der Spengler Cup hat eine große Geschichte. Es ist eine Ehre, daran teilnehmen zu dürfen. Manche Partien werden auch in Kanada gezeigt. Meine Familie und Freunde werden sich freuen, mich spielen zu sehen."

Erst einmal heißt es aber: gesund in Mannheim ankommen - und sich am kommenden Sonntag erstmals den Fans bei der traditionellen "Boys-are-back-in-town"-Party präsentieren. Die Schinderei der Vorbereitung beginnt noch früh genug.

Bald sind sie wieder vereint. Am Dienstag und Mittwoch kehren auch die nordamerikanischen Eishockey-Profis nach Mannheim zurück. Obwohl mit der Vorbereitung knallharte Wochen auf die Adler warten, steigt die Vorfreude auf die neue Saison von Tag zu Tag. Erstmals aufs Eis geht es am 6. August um 10 Uhr.

Sonntag, 29.07.2012
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