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Fußball: 79 Prozent der Vereinsvertreter votieren in geheimer Abstimmung dafür, dass der Bezirksspielleiter sein Amt mindestens bis zum Bezirkstag 2018 weiter ausübt

Klare Mehrheit vertraut Hartmut Megerle

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 31.01.2017

Hartmut Megerle nach der Abstimmung bei seinen Ausführungen zur laufenden Saison.

© Robert Stolz

Knapp 80 Vereinsvertreter folgten der Einladung des Fußballbezirks Hohenlohe zum Halbzeit-Infoabend, der sich seit einigen Jahren anstelle der einzelnen Halbzeit-Staffeltage bewährt hat. Erster Programmpunkt in der voll besetzten Turnhalle in Bibersfeld war wie angekündigt die Vertrauensfrage von Bezirksspielleiter Hartmut Megerle. Die hatte er auf eigenen Wunsch auf die Tagesordnung gesetzt, weil in der Vergangenheit ein Sportgerichtsurteil gegen ihn ergangen war (wir berichteten ausführlich). In der geheimen Abstimmung sprach sich mit 61 von 77 abgegebenen Stimmen eine klare Mehrheit von 79 Prozent dafür aus, dass Hartmut Megerle sein Amt mindestens bis zum nächsten Bezirkstag 2018 weiterführt. Elf Vereinsvertreter votierten gegen Megerle, fünf enthielten sich. Der Bezirksvorsitzende Ralf Bantel zeigte sich ebenso wie Megerle selbst erfreut über diesen Vertrauensbeweis. Beide dankten den Vereinen für die Unterstützung ihrer Arbeit.

Im Weiteren informierte der Bezirksvorsitzende Ralf Bantel über aktuelle Geschehnisse in Verband und Bezirk. Aus der Kommission "Leitantrag Spielklassenstruktur" seien derzeit kaum Änderungen für den Bezirk zu erwarten. Weder seien von der entsprechenden Expertenkommission nennenswerte Verbesserungen am derzeitigen Spielsystem identifiziert worden, noch seien Änderungen in der Struktur der Bezirke innerhalb des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) derzeit ein Thema. Spürbarer wird für die Vereine vor Ort wohl eher die weitere Forcierung des Themas Futsal. Die neue Form des Hallenfußballs wird in absehbarer Zeit auch in den höheren Jugenden und den Aktiven ein Thema, allerdings wird derzeit in einem Pilotversuch in anderen Bezirken eine modifizierte Form erprobt, in der moderatere Unterschiede zum herkömmlichen Hallenfußball zum Einsatz kommen.

Bezirks-Schiedsrichterobmann Volker Stellmach warb bei den Vereinen darum, geeignete Kandidaten für die anstehenden Schiedsrichter-Ausbildungskurse im Bezirk zu suchen. Anhand der offiziellen WFV-Statistik zeigte er auf, dass bereits heute 59 Prozent der Vereine im Bezirk wegen zu weniger Schiedsrichter Strafgebühren entrichten müssten.

"Mir ist klar, dass es für Sie selbst auch schwierig ist, Ehrenamtliche beispielsweise für die Betreuung von Jugendmannschaften zu finden. Wenn wir es aber gemeinsam nicht mehr schaffen, eine gewisse Anzahl von Schiedsrichtern zu stellen, werden auch die Spiele nicht mehr wie bisher besetzt werden können, und das trifft in erster Linie die Reserven", so Stellmach. Bereits jetzt seien die fünf Schiedsrichtergruppen an bestimmten Wochenenden, wenn zum Beispiel Muttertag oder Weißer Sonntag ist, kaum noch in der Lage, die Spiele ausreichend zu besetzen. Verschärft wird das Problem noch, wenn parallel zum laufenden Spielbetrieb Futsal-Turniere angesetzt werden, für die bekanntlich mehr Schiedsrichter benötigt werden.

Positiv zu vermelden gab es, dass der nächste Woche in Wachbach anlaufende Neulingskurs nahezu voll besetzt ist. Für den Kurs, der ab März in Onolzheim startet, werden jedoch weiterhin Interessierte gesucht.

In seinem Bericht zum Spielbetrieb zog Bezirksspielleiter Hartmut Megerle ein positives Fazit für die Hinrunde. Das bis in den Dezember hinein gute Wetter sorgte dafür, dass es nur vereinzelt zu Spielabsagen kam. Hinsichtlich der Staffeleinteilung zeigte er sich zuversichtlich, dass die maximal vier Direktabsteiger in der Bezirksliga nicht erforderlich werden, wenn nicht zwei oder mehr Hohenloher aus der Landesliga absteigen - was bisher nicht zu erwarten ist.

Die Relegationsspiele der Herren werden im Bezirk in der Woche vom 8. bis 15. Juni stattfinden, das Bezirkspokalfinale trotz des parallel stattfindenden "Finaltags der Amateure" am 25. Mai. Wenn möglich, wird es hier in den kommenden Jahren eine Entzerrung geben.

Zum Schluss kamen auch Anliegen der Vereine zur Sprache. Heiko Dietrich, Bezirksvorstand des TSV Braunsbach, dankte bei dieser Gelegenheit für die vielfältige Hilfe, die sein Verein nach der Unwetterkatastrophe im vergangenen Jahr erfahren durfte. Durch Spenden von umliegenden Vereinen von der Kreisliga bis zur 3. Liga, aber auch durch tatkräftige Mithilfe bei der Beseitigung der gravierenden Schäden am Sportgelände wurde der TSV unterstützt, was für den Verein bei allen weiterhin bestehenden Herausforderungen sehr gefreut habe. lk

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 31.01.2017
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