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Eingriff in die DNA geplant

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 03.08.2016

Bundesliga: Bei 1899 Hoffenheim will man mit Abstieg nichts zu tun haben / Dichtes Mittelfeld

Michael Fürst Nagelsmann vor Guardiola

Die TSG 1899 Hoffenheim vor ihrer neunten Bundesliga-Saison: (hinten von links) Heinz Seyfert, Christian Seyfert, Timmo Hardung, Benjamin Glück, Fabian Schär, Adam Szalai, Sandro Wagner, Niklas Süle, Kevin Vogt, Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Peter Geigle, Sören Johannsen, Michael Schuhmacher. Mitte von links: Alfred Schreuder, Matthias Kaltenbach, Michael Rechner, Julian Nagelsmann, Jeremy Toljan, Mark Uth, Kerem Demirbay, Eugen Polanski, Pavel Kaderabek, Steven Zuber, Otmar Rösch, Christian Weigl, Christian Neitzert, Hoffi. Vorne von links: Tarik Elyounoussi, Jiloan Hamad,Jin-Su Kim, Lukas Rupp, Sebastian Rudy, Gregor Kobel, Oliver Baumann, Alexander Stolz, Jonathan Schmid, Pirmin Schwegler, Andrej Kramaric, Marco Terrazzino, Dennis Geiger, Baris Atik.

Markant, meinungsstark, treffsicher: Sandro Wagner.

© dpa

Im tiefsten Inneren sehnen sie sich bei der TSG Hoffenheim nach einem Déjà-vu: Verliefe die Spielzeit 2016/17 so wie die Saison 2013/14, nachdem man zuvor dem Abstieg nur mit viel Dusel entronnen war, wären sie im schmucken Kraichgau-Camp in Zuzenhausen wohl allesamt zufrieden.

"Eine sorgenfreie Runde spielen", lautet die Maxime von TSG-Sportdirektor Alexander Rosen. Das sollte mit dem neuen Kader auch gelingen, denn die Hoffenheimer haben sich nicht spektakulär, aber, so hat es zumindest den Anschein, sehr sinnvoll verstärkt. Es war nie das Ziel, den Verlust von Kevin Volland eins zu eins zu kompensieren. Das Team wurde breiter aufgestellt, was Trainer Julian Nagelsmann mannigfaltige Möglichkeiten bietet.

Da war er, der Name, der in den vergangenen Monaten, so durfte man den Eindruck gewinnen, die gesamte Bundesliga elektrisiert hat - mehr vielleicht noch als Pep Guardiola: Julian Nagelsmann. Der mittlerweile 29-jährige Trainer-Bubi hat es nicht nur geschafft, die verunsicherten 1899-Spieler wieder so "herzustellen", dass der Klassenerhalt gerade noch gepackt wurde, sondern er hat mit seiner Art begeistert.

Dieser Nagelsmann steht nun vor der Aufgabe, die Mannschaft weiter zu formen, ihr wieder ein Gesicht und einen Spielstil zu verpassen. Dabei, das hat der Coach bereits angekündigt, wird er die DNA der TSG etwas verändern. "Ich möchte, dass mehr mit zwei Kontakten und weniger direkt gespielt wird. Das minimiert die Fehlerquote." Diese Devise hat er bereits zu Beginn der Vorbereitung ausgegeben. Fast in jeder Trainingseinheit verlangt er dann auch von den Spielern das "Muss zwei Kontakte" ab.

Von den Neuen ist Sandro Wagner sicher der markanteste Spieler. Er mit seiner körperlichen Präsenz, daneben der wendige Kramaric - dieses Sturmduo verspricht Durchschlagskraft. Dazu die offensiv besetzten Flügel mit beispielsweise Uth und Schmid; an Toren sollte es nicht hapern. Dahinter im Mittelfeld gibt es ein dichtes Gedränge, wo die Neuen Rupp und Demirbay um ihre Plätze kämpfen müssen. Im Abwehrzentrum bleibt Süle der Chef, Hübner und Bicakcic wetteifern um die Verteidigerposition daneben. Schwächen sind jedoch auf den Verteidigungsaußen zu erkennen.

Auch deshalb sind Träume von der Europa League fehl am Platz. Mit einem Déjà-vu wäre tatsächlich alles okay...

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 03.08.2016
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