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Fußball: VW verringert Engagement um 20 Millionen

Weniger Geld für Wolfsburg

Wolfsburg. Rund 20 Millionen Euro weniger: Volkswagen zwingt auch seinen Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zum Sparen. Anstatt aktuell 80 bis 90 Millionen Euro pro Jahr, soll der Bundesliga-14. künftig "nur" noch rund 60 bis 70 Millionen Euro jährlich bekommen. "Es gibt das Ziel, die Aufwendungen für den VfL Wolfsburg zu reduzieren", hieß es dazu am Montag aus dem von VW dominierten Aufsichtsrat. "Der Verein wird mit der Größenordnung von 60 bis 70 Millionen Euro immer noch eine auskömmliche Summe zur Verfügung haben." Damit wurden entsprechende Medienberichte bestätigt.

Offenbar bekam der VfL bereits einen Hinweis, ab Ende März reduzierte VW-Bezüge als Grundlage für das Lizenzierungsverfahren bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) zugrunde zu legen. "Fakt ist jedenfalls, dass wir als VfL Wolfsburg unseren Beitrag für Volkswagen leisten und dies auch zukünftig tun werden", sagte Clubchef Wolfgang Hotze, ein ehemaliger Topmanager bei dem Autobauer, der im Zuge der immensen Kosten für den Abgasskandal zum Sparen gezwungen worden ist. Auch Hotze verweist richtigerweise darauf, mit dem reduzierten Budget immer noch privilegiert zu sein: "Selbst wenn es dabei zu einer Anpassung des Engagements von Volkswagen käme, wäre der VfL weiterhin sehr gut aufgestellt."

Strategiewechsel bereits im Gange

Die Budgetkürzung beim VfL ist eher mittelfristig zu verstehen: Die Finanzplanungen bei VW werden immer für ein Kalenderjahr gemacht, das Geschäftsjahr bei den Proficlubs läuft aber immer pro Saison. Die tatsächliche Kürzung des Budgets würde theoretisch also erst im kommenden Jahr greifen. Unabhängig davon ist der propagierte Strategiewechsel bereits im Gange. Unter dem neuen Sportchef Olaf Rebbe sollen Millionen-(Flop)-Transfers wie Julian Draxler (35 Millionen Euro) oder André Schürrle (32 Millionen) der Vergangenheit angehören. dpa

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 14.02.2017
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