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Fußball: Hoffenheim verliert völlig unnötig mit 1:2 in Wolfsburg / TSG-Trainer ärgert sich über schwache zweite Halbzeit

Nagelsmann „richtig stinkig“

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Fürst

Sprung auf Platz drei verpasst: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann.

© dpa

Wolfsburg. Als Schiedsrichter Daniel Siebert das Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und der TSG Hoffenheim abgepfiffen hatte, nahm sich 1899-Torhüter Oliver Baumann den Spielball und drosch diesen wutentbrannt quer durchs Stadion. Minuten später hatte sich der Zorn in massive Ernüchterung gewandelt: Baumann schlich mit hängendem Kopf wie ein geprügelter Hund in die Gäste-Kabine. Eine ähnliche Körpersprache zeigten die übrigen TSG-Spieler nach einer mehr als vermeidbaren 1:2-Niederlage. Zur Pause hatte Hoffenheim noch mit 1:0 geführt.

"Wir wollten ein bisschen kicken. Wolfsburg wollte nicht kicken, sondern fighten", schimpfte Trainer Julian Nagelsmann und sprach damit vor allem die Leistung seiner Mannschaft während der zweiten 45 Minuten an. Nach gutem ersten Durchgang ließen sich die Kraichgauer die Partie aus der Hand nehmen. Der TSG-Trainer machte dafür "fehlende Aggressivität" verantwortlich. Deshalb war Nagelsmann nach seinem Jubiläumsspiel zum "Einjährigen" nach eigenen Angaben "richtig stinkig". Auch Kapitän Sebastian Rudy meinte: "Es war eine schlechte zweite Halbzeit."

Demirbay trifft die Latte

Was war passiert? Die Gäste bestimmen die Partie und profitierten bei guten spielerischen Ansätzen aber auch von der Verunsicherung der Wolfsburger. Kerem Demirbay setzte in der 16. Minute die erste Duftmarke: Nach seinem Freistoß aus etwa 18 Metern klatschte der Ball an die Latte. Zehn Minuten später war der Deutsch-Türke dann aber brillanter Vorbereiter zur Gäste-Führung. Bei seinem beherzten Lauf quer durchs Mittelfeld ließ er sich nicht beirren, bediente mit einem herrlichen "Gassenpass" Steven Zuber, der eiskalt zum 1:0 für die Gäste einschob. Nadiem Amiri hätte in der 42. Minute erhöhen können, doch bei seinem Schuss aus etwa 14 Metern riss Wolfsburgs Torhüter gerade noch die Fäuste hoch. Wolfsburger Offensivaktionen? Keine!

VfL-Trainer Valérian Ismaël war während der Pause richtig laut geworden: "Ich war auf 200." Mit seinen Worten hatte er seine Mannschaft offensichtlich wachgerüttelt, denn die Gastgeber kamen, auch beschwingt durch die Einwechslung von Daniel Didavi, mit mehr Wucht aus der Kabine. Mario Gomez tauchte frei vor Oliver Baumann aus, doch der TSG-Torhüter "stach" im Eins-gegen-Eins (50.). Beim anschließenden Eckball machten die Hoffenheimer einen Anfängerfehler: Niklas Süle köpfte den Ball ins Zentrum anstatt nach außen, Arnold zog von der Strafraumgrenze per Dropkick ab und der Ball schlug zum Ausgleich im Hoffenheimer Tor ein.

Ähnlich war es beim 2:1 in der 73. Minute. Dieses Mal köpfte nach einer Freistoßflanke Demirbay den Ball in die Mitte anstatt nach außen, Knoche verlängerte auf Didavi, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Zwei mangelhaft verteidigte Standards verhinderten die angestrebten drei Punkte der Hoffenheimer. "Da waren wir zu sorglos", monierte Trainer Nagelsmann.

In Leipzig hatte die TSG verloren, weil sie schlechter war als der Gegner. Gestern war es nicht so, was das Resultat aus Hoffenheimer Sicht noch ärgerlicher macht - zumal 1899 nach dem 1:1 das Spiel eigentlich wieder in den Griff zu bekommen schien, allerdings im letzten Spieldrittel mit "zu viel Hacke und Sohle" spielte. Das gefiel Nagelsmann überhaupt nicht, auch wenn sein Team noch zwei Riesenchancen hatte: Demirbay fand frei vor Benaglio im VfL-Keeper ebenso seinen Meister (58.) wie acht Minuten später Szalai. "Wenn wir hier das zweite und dritte Tor machen, kommen die nicht mehr zurück", seufzte der TSG-Trainer. Taten die Seinen aber nicht, und verpassten damit den Sprung auf Platz drei der Tabelle.

© Mannheimer Morgen, Montag, 13.02.2017
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