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Fußball: Aufsteiger hängt nach sensationeller Hinrunde erstmals ein wenig durch – Hasenhüttl und Rangnick wollen von einer Krise dennoch nichts hören

Leipzig meldet erste Störungen

Archiv-Artikel vom Montag, den 13.02.2017

Von den dpa-Korrespondenten Jens Marx, Frank Kastner

Vor dem Anpfiff demonstrierten die Leipziger Fans nach den Attacken in Dortmund gegen Gewalt - ihre Mannschaft enttäuschte danach auf dem Platz.

© dpa

Leipzig. Nach der ersten Bundesliga-Heimschlappe wehrt sich RB Leipzig gegen den Krisen-Verdacht. "Wir versuchen es so zu bewerten, wie wir auch zwei Siege hintereinander bewerten: Wir bewerten es nicht über", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem ernüchternden 0:3 (0:2) gegen den stark aufspielenden Hamburger SV. Erstmals verlor der Aufsteiger zweimal nacheinander in seiner Premierensaison in der Fußball-Bundesliga. Erstmals erzielte die in der Offensive in Bestbesetzung aufgelaufene Mannschaft kein Tor in der eigenen Arena. Erstmals seit April 2016 kassierte RB daheim wieder eine Niederlage.

Schönreden wollte die erstaunliche Abfuhr dann auch niemand. "Wir haben kollektiv versagt, aber wir sind auch nur Menschen", sagte Hasenhüttl und meinte gestern nach dem Training: "Es kann schon sein, dass wir einige Male überperformt haben. Doch ich glaube trotzdem, dass wir die Ansprüche an diese Mannschaft nicht zu hoch schrauben sollten." Der Rückstand des Tabellenzweiten auf Titelverteidiger FC Bayern wuchs damit auf sieben Punkte. Die drei Leipzig-Verfolger Eintracht Frankfurt (35), Borussia Dortmund (34) und Hertha BSC (33) verloren allerdings auch. "Insofern war das Ergebnis rein tabellarisch kein Drama", betonte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick. Coach Hasenhüttl fordert von seinem Team, "wieder Ergebnis-Fußball zu liefern." Die Ursachenforschung hatte da längst begonnen. Nach dem jüngsten 0:1 beim BVB, der dritten Auswärtsniederlage in Serie, waren diesmal zwar Timo Werner, derzeit treffsicherster deutscher Torjäger der Liga, und Top-Vorbereiter Emil Forsberg ebenso wieder dabei wie die Stützen Diego Demme und Marcel Sabitzer. Und doch lief nichts zusammen. "Man hat gesehen, dass es für unsere Rückkehrer nicht so einfach war, wieder am allerhöchsten Level anzusetzen und dort weiterzumachen, wo sie bei den letzten Einsätzen aufgehört haben", sagte Hasenhüttl.

Forsberg war drei Spiele gesperrt, machte sein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr. Den anderen drei RB-Profis machte offensichtlich eine abgeklungene Grippe doch noch mehr zu schaffen als vermutet. Selten wirkte RB so anfällig. Werner fehlte bei zwei Gelegenheiten zu Beginn die Präzision, seinem Spiel mangelte es an Durchschlagskraft. Nicht anders sah das bei Forsberg und Sabitzer aus.

Orbans Koffer-Wurf

Gegen einen HSV, der den dritten Sieg binnen acht Tagen feierte und den Relegationsplatz verließ, konnte das nicht ausreichen. Der besonders motivierte, jüngst von Leipzig nach Hamburg gewechselte Kyriakos Papadopoulos, brachte die Gäste in der 18. Minute in Führung, danach traf der brasilianische Winter-Neuzugang Walace (24.). Das 3:0 besorgte Aaron Hunt in der Nachspielzeit.

Für die Leipziger kam es noch schlimmer. Stürmer Yussuf Poulsen musste in der 43. Minute vom Platz gebracht werden. Diagnose: Muskelbündelriss im hinteren linken Oberschenkel. Der 22-Jährige wird sechs Wochen fehlen.

In Gladbach muss zudem Abwehrchef Willi Orban nach seiner fünften Gelben Karte zuschauen. Der Grund für die Verwarnung veranlasste Rangnick zu deutlicher Kritik: "Wenn er sie sich jetzt durch so eine Dummheit abholt, ist das Schwachsinn." Orban hatte in einer Behandlungspause kurz vor Schluss den Koffer des HSV-Arztes über die Seitenlinie geworfen. "In dem Moment muss ich etwas cooler sein, nicht so emotional, es ist halt passiert", entschuldigte er sich.

© Mannheimer Morgen, Montag, 13.02.2017
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