Über den Formel-1-Lauf in Bahrain wurde schon lange und sehr kontrovers diskutiert. Explodierende Autos in Manama, Bombenexplosionen mit vielen Toten, anhaltende Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Oppositionellen - das vermittelte nicht gerade ein Gefühl der Sicherheit in dem Wüstenstaat und ließ die Teams hinter vorgehaltener Hand über eine Absage des Grand Prix spekulieren - manche Rennställe hatten ihre Angestellten gar mit zwei Flugtickets von Shanghai ausgestattet: Eines für die Weiterreise nach Bahrain, ein anderes für den Heimflug nach Europa.
Mit der FIA-Entscheidung ist eine Absage jetzt vom Tisch. Der Automobil-Weltverband und Ausrichter Bahrain garantieren für die Sicherheit der Teams, damit ist zumindest planerische Sicherheit geschaffen.
Was bei dem fragwürdigen FIA-Machtwort leider völlig ausgeklammert wurde, ist der moralische Aspekt. Ebenso wie bei den Rennen in Indien, China oder auch Malaysia und Südkorea hinterfragt die FIA nicht die besorgniserregende humanitäre und politische Lage in diesen Ländern. Dabei wäre ein neuer Kurs bei Bernie Ecclestones internationalen Expansionsplänen gerade in dieser Hinsicht dringend angebracht.
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