DAS NACHRICHTENPORTAL

Montag, 27.06.2016

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Fußball: Viele Bundesligaprofis kamen in der vergangenen Saison aus Verletzungsgründen wenig oder gar nicht zum Einsatz und wollen nun durchstarten

Audel und Andreasen – Neuzugänge aus der Reha

Archiv-Artikel vom Samstag, den 28.07.2012

Johan Audel (linkes Bild) kam bereits 2010 zum VfB, stand aber nur drei Mal auf dem Feld. Auch Leon Andreasen (rechtes Bild) steht vor dem Comeback.

©  dpa
© PETER-STEFFEN

Stuttgart. Als Johan Audel bei der Saison-Eröffnung des VfB Stuttgart die Bühne in der Mercedes-Benz-Arena betrat, regte sich nur zaghafter Applaus. Es war, als würden die Fans des Bundesligisten nicht erkennen, welcher Fußballer ihnen entgegentrat und schüchtern winkte. Das war nicht verwunderlich, denn in Erscheinung getreten ist Audel bisher kaum - obwohl er schon im Sommer 2010 vom französischen Erstligisten Valenciennes FC nach Stuttgart gekommen war. Der Grund: eine Verletzungsakte, die wirkt wie eine Gruselgeschichte.

Sieben Mal ist Audel seit seinem Wechsel operiert worden. Zunächst hatte er Probleme mit dem Sprunggelenk, die fünf Eingriffe nach sich zogen. Noch heftiger traf es ihn am 13. Dezember 2010: Beim ersten Training unter dem gerade zum VfB gekommenen Trainer Bruno Labbadia prallte der offensive Mittelfeldspieler mit Torwart Sven Ulreich zusammen und zog sich einen Riss des Kreuzbandes sowie einen Innenband-, Außenband- und Meniskusschaden zu. Erst jetzt greift der 28-jährige Franzose wieder an.

Er gehört zu einer Gruppe von Bundesliga-Profis, die nach extrem langen Verletzungspausen zurückkommen. Das ist auch bei Audels neuem VfB-Kollegen Tim Hoogland, dem Neu-Hoffenheimer Matthieu Delpierre oder Leon Andreasen von Hannover 96 so. Hoogland und Delpierre unternahmen bereits Ende der zurückliegenden Saison einen Bundesliga-Anlauf, Andreasen fehlt wegen Beschwerden an Leisten und Adduktoren seit über zwei Jahren. "Es war ein Kampf und es bleibt so. Der Kampf geht weiter. Jetzt will ich auch zurück in die Mannschaft", beschrieb der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler aus Dänemark im "Kicker" die Bemühungen um das langersehnte Comeback.

Es verlangt viel harte Arbeit, denn: "Die Spieler bemerken in der Reha schnell Fortschritte", sagt VfB-Mannschaftsarzt Raymond Best. "Aber die Kurve flacht sich nach hinten schnell ab. Bei der Rückkehr hapert es deshalb oft an den letzten 10 bis 15 Prozent." Generell gelte die Formel: So lange wie die Verletzungspause dauere, brauche ein Spieler auch, um wieder in Topform zu kommen. So sei bei Audel die ursprüngliche Verletzung "schon lange nicht mehr das Problem", erklärt Best. Immer wieder träten aber muskuläre Probleme auf - neulich eine Oberschenkelzerrung, nun zwickt die Wade.

Deshalb übt Audel, der in der Bundesliga auf eine Bilanz von nur drei Kurzeinsätzen am Anfang seiner Stuttgarter Zeit kommt, im VfB-Trainingslager in Donaueschingen derzeit abseits des Teams - und wirkt, obwohl schon zwei Jahre Teil des Kaders, wie ein Neuzugang. "Es gibt viele Dinge, die ich hier wieder neu entdecke", sagte der Außenbahn-Spieler Anfang Juli den "Stuttgarter Nachrichten". "Der Trainer ist für mich neu, auch wenn ich ihn schon eineinhalb Jahre kenne. Trainiert habe ich unter ihm aber noch nicht wirklich."

Im Unterschied zur Leihgabe Hoogland (Knorpelschaden im Knie), der bei Schalke 04 lange ausfiel und nun beim VfB seit Mittwoch wieder voll im Mannschaftstraining steht, muss Audel weiter geduldig sein. Es könne noch die gesamte Hinrunde dauern, bis er für den normalen Spielrhythmus wieder voll belastbar ist, meint der Mediziner Best. Zwar sei Audel ein positiver Typ, doch im Allgemeinen sind solche Phasen für Profis auch psychisch belastend. "Für den Spieler ist Fußball sein Lebensinhalt, mit dem er seinen Unterhalt verdient. Da sind Karriere-Ängste normal", sagt Best.

Hoffnung geben könnte Audel, Andreasen und Co. der Dortmunder Kapitän Sebastian Kehl. Wegen mehrerer Verletzungen kam er über lange Zeit kaum noch zum Einsatz, wurde in der vergangenen Saison aber wieder zum Leistungsträger und mit der Borussia zum dritten Mal Meister. dpa

© Mannheimer Morgen, Samstag, 28.07.2012
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Fußballbeilage 2015/16

Fußball in der Region

Unsere Sonderbeilage "Fußball in der Region" ist auch in diesem Jahr wieder voll gepackt mit Zahlen, Daten, Fakten und Hintergründen zur neuen Saison 2015/16. Die Online-Version mit allen Informationen von der Bundesliga bis zur Kreisklasse finden Sie hier in der Rubrik "Fußballbeilage 2015/16". [mehr]

Das freut und motiviert uns

Heute erscheint ausnahmsweise an einem Freitag ein "Spitz-Kick". Der Grund ist speziell, aber recht simpel: Heute wird die Fußball-EM in Frankreich eröffnet. Und vor zehn Jahren, zum Eröffnungsspiel der Fußball-WM in Deutschland, gab es den ersten "Spitz-Kick". Wir feiern also gewissermaßen unseren… [mehr]

Fußball

FSV Hollenbach setzt weiter auf Kontinuität

Er war nicht überraschend. Trotzdem sorgt der Weggang von Luca Pfeiffer zu den Stuttgarter Kickers für die eine oder andere Sorgenfalte bei den Verantwortlichen des Oberligisten FSV Hollenbach. Einen 18-Tore-Stürmer zu finden ist nämlich nicht einfach. [mehr]

Leichtathletik

U14 fährt mit zwei Teams zu den Landesmeisterschaften

Beim Ellwanger Sparkassen-Cup mit internationaler Besetzung waren die Leichtathleten der LG Hohenlohe/1. FC Igersheim gut vertreten. Tagessiege erzielten Madeleine Reuther/U12 im Lauf-Zweikampf. Im Sprint über 50 Meter spielte sie ihre Schnelligkeit aus und siegte in 7,39 Sekunden. Über 800 Meter… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL