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Nippeltränken: Für Kokzidose-Impfungen geeignet
Die Kokzidose ist eine parasitäre Darmerkrankung, die besondere Bedeutung bei Geflügel hat. Der Vermehrungszyklus der parasitären Einzeller dauert nur wenige Tage und führt dazu, dass Kokzidien nahezu überall in der Umwelt vorkommen. Sie sind außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Desinfektionsmittel und Umwelteinflüsse.
Eine Möglichkeit zur Bekämpfung bietet die zur Vorbeugung beim Huhn zugelassene Impfung mit einem Lebendimpfstoff. Üblicherweise wird der Impfstoff über Stülptränken im Trinkwasser verabreicht. Eine Untersuchung in einem Geflügelbetrieb mit insgesamt 70 000 Broilerelterntieren in Sachsen ergab, dass mit der Verabreichung des Impfstoffs über Nippeltränken eine sichere und wirksame Impfung möglich ist. Die Impfung der Küken erfolgt am sechsten/siebten Lebenstag.
Die normale Wasserversorgung wird unterbrochen, bis die Tränken leer sind. Danach wird die Impfstofflösung über einen Vorlaufbehälter in die Nippeltränken einlaufen lassen. Nach kompletter Befüllung der Leitungen werden die Küken in Richtung Tränken getrieben und zur Wasseraufnahme angeregt. Ist die Impfstofflösung aufgebraucht, wird noch mit Leitungswasser nachgespült. Danach wird die normale Wasserversorgung angeschlossen. Die klinischen Untersuchungen zeigten, dass in der ersten bis achten Lebenswoche keine ersichtlichen Herdenerkrankungen vorlagen.aid
Fränkische Nachrichten
10. Januar 2009
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