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Neun junge Brillenpinguine sind dieses Jahr in der Wilhelma aufgezogen worden - in bewährter Arbeitsteilung zwischen den Pinguineltern und den Pflegern. Erstere übernehmen den Part vom Ausbrüten bis zum Füttern mit vorverdautem Heringsbrei. Dies ist sozusagen die Kindergarten-zeit der flauschigen Frackträger in spe. Zu dem Zeitpunkt, an dem in freier Wildbahn von "vorgewürgt" zu "selbst gefangen" gewechselt wird, treten die Pfleger auf den Plan: In der Wilhelma werden Heringe nämlich nicht gejagt, sie werden serviert. Nur so ist sicher gestellt, dass niemand zu kurz kommt und später jeder in der Kolonie die für ihn gedachte Futtermenge erhält. Und so wird geduldig wochenlang hinter den Kulissen mit den jungen Frackträgern geübt, bis sie den Fisch artig aus der Hand nehmen. Ist diese Lektion gelernt ist, dürfen die Jungen zurück in die Kolonie. Eigentlich müsste dieser Jahrgang auch noch einen Grundkurs in Französisch absolvieren, denn ihr künftiges Zuhause liegt nicht in der Wilhelma. Die Pinguinkolonie hier ist für die Anlage zu groß geworden, das Jungvolk darf im Herbst umziehen nach Boulogne-sur-Mer. Dort werden sie mit Brillenpinguinen aus anderen Zoos eine neue Kolonie bilden und irgendwann selbst kleine Pinguine aufziehen - im Winter natürlich, denn Brillenpinguine leben auf der Südhalbkugel an den Küsten Südafrikas. Bild: Wilhelma
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