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Neu in der Wilhelma ist "Moritz", das Steinböckchen, das sozusagen aus dem Nichts am Uracher Wasserfall auftauchte und dort im Sommer mal zur Freude, mal zum Ärger der Wanderer an ihren Ausflügen und Mahlzeiten teilnahm. Irgendwie fühlte sich "Moritz" wohl als Mensch, aber nachdem diese sich nicht mit Hörnern stoßen und auf Tische springen mehrten sich die Forderungen nach Entfernung des "Problem-Steinbocks". Nach mancherlei Hin und Her nebst Klärung der rechtlichen Bedingungen wurde "Moritz" schließlich eingesammelt und in die Wilhelma verfrachtet, um seine wahre Identität zu finden und sich in der dortigen Steinbock-herde mit seinesgleichen zu amüsieren. Da "Moritz" längere Zeit keinen Kontakt zu anderen Steinböcken hatte, verlor er somit wohl ein wenig das Gefühl für die eigene Art. Tatsächlich jagten ihm die Artgenossen sogar Angst ein, so dass er sein Heil in der Flucht suchte und mit einem Riesensatz ins Bärengehege sprang. Ohne schwerwiegende Konsequenzen, denn seitens der Verantwortlichen hatte man solches befürchtet und den Bären daher vorsichtshalber Hausarrest verordnet. "Moritz" wurde zur weiteren Therapierung seiner Identitätskrise ins Steinbockgehege zurückgebracht. Jetzt scheint er sich so allmählich als Steinbock zu fühlen. Zumindest den Weibchen und den jüngeren Böcken nähert er sich zaghaft an, den "Platzhirschen" geht er lieber aus dem Weg. Allerdings hat er gelernt, die Ausweichmöglichkeiten im Steinbockgehege zu nutzen und unterlässt die Ausflüge zu den Bären. Repro: FN
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