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Odenwald-Tauber. Gar zu ungestüm machte Hengst "Pancho" seinen Damen den Hof, mit fatalen Folgen für die Poitou-Eselzucht in der Wilhelma: Hormongesteuert zu schnell in die Kurve, rums, Beinbruch, aus und vorbei. . . Lange Zeit war nicht mal sicher, ob "Pancho" überhaupt eine der drei Stuten erfolgreich gedeckt und somit genetische Spuren im Bestand hinterlassen hatte. Seit dem 13. März aber steht fest: Er hat! "Hamra" brachte ein Hengstfohlen namens "Sam" zur Welt. Sie schien aber die Freude der Pfleger über das wollige Wesen nicht ganz zu teilen, denn sie verweigerte sie zunächst die Annahme. Eineinhalb Tage verbrachte "Sam" in der Obhut von Pflegern und Wärmelampen, erhielt seine Milch per Fläschchen und wurde unter Aufsicht aber auch zum Trinken zu "Hamra" gebracht. Was den Sinneswandel bei der anfangs so unwilligen Mutter ausgelöst hat, wird wohl ihr Geheimnis bleiben - jedenfalls nahm "Hamra" ihr Söhnchen am zweiten Tag an und sorgt seither vorbildlich für den Charmeur mit dem dunkelgelockten Fohlenfell, den endlos langen Beinen und den langen Puschelohren. Eine Zeitlang kann er die Streicheleinheiten der Besucher entgegen nehmen - später wird für ihn eine neue Herde gesucht, damit es nicht zur Inzucht unter den wertvollen Poitoueseln kommt.
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